Da war doch was…

Auch wenn hier lange Zeit nichts zu lesen war, heißt das nicht, dass ich nix genäht habe oder ich der Näh-Abstinenz gefrönt hätte.

Schwiegerdrachen-NähmaschineIm Januar habe ich anlässlich eines Besuchs beim Schwiegerdrachen eine nagelneue Nähmaschine in Betrieb nehmen dürfen. Original eingepackt und noch NIE benutzt. Erst war ich recht neidisch: hat diese doch viiiiiiel mehr Stiche als mein Schätzchen aus den 70ern. Als ich mich dann daranmachte, die aufgerissenen Hosennähte für die Dame mit dem Teil zu nähen , hat sie gleich rumgezickt (die Maschine, nicht die Dame…) und Stiche ausgelassen. Nee, nee, die will  ich nicht geschenkt und bleibe meiner alten Singer treu!

Dann war da noch der holländische Stoffmarkt, der dieses Jahr noch größer ausfiel und daher an neuem Ort stattfand. Eigentlich brauchte ich ja unbedingt neuen überhaupt keinen Stoff. Es ist bedingt gut gegangen: da ich keine Begleitung hatte, die auf mich aufgepasst hätte, habe ich nur einen schönen Deko-Stoff mit London-Motiven für ein Kissenprojekt gekauft, der noch am selben Tag an eine Freundin verschenkt wurde und dann war da noch ein Baumwoll-Karo-Rest für 5 Euro, der unbedingt ein Sommer-Maxi-Rock werden wollte. Da er recht durchsichtig ist, habe ich einen Unterrock aus weißem Käseleinen genäht. Ohne Schnitt. Na ja. Mal gucken, wie er sich im Sommer macht.

Holländischer StoffmarktStoffstandKaro-Sommerrock

 

 

 

 

Nähzutaten Überraschungstüte

Dann hat mich mein Singer-Schätzchen zwischenzeitlich mal im Dunklen gelassen, so dass ich den örtlichen Nähdoktor-Knopf- und Kurzwarenpabst hier aufgesucht habe. Neben einer Borte, die für den Unterrock gedacht war und einer Ersatz-Glühlampe (Warum gibt es die denn nicht mehr in 20 Watt? So was Doofes! Ich hoffe, das Licht reicht beim abendlichen auf-der-Terrasse-Nähen im Sommer noch aus!), gab es eine Überraschungstüte anlässlich des 75-jährigen Firmenbestehens – sehr nett! Darin: ein Notizblock, ein Kugelschreiber, Nähgarn in Petrol (ein Farbe, die bislang noch nie in meinem Kleiderschrank auftauchte…) und ganz was tolles: echte Perlmuttknöpfe!!! Die sind so, so schön (ich liebe Naturmaterialien)! Nur kann meine Nähmaschine eigentlich keine Knopflöcher… Hm, mal sehen, was aus ihnen wird.

 

Stoffbeute VerlWas besonders schön war: das Nähbloggerinnen-Treffen, an dem ich – leider noch erkältet – nebst lauter netten Frauen teilgenommen habe (und über das hier, hier oder hier bereits ausführlich berichtet wurde). So kam ich endlich auch mal in den Genuss des legendären Werksverkauf in Verl, bei dem eine kleine, aber feine Auswahl Stoffe verkauft werden, die es nicht in die Marc Aurel-Kollektion geschafft haben (oder aber Reste der Probekollektion). Die Stoffe sind schon ausnehmend exklusiv. Mein inneres Raubtier musste unbedingt bei zwei exquisiten (hm, was sind es?) Jacquard-Stoffen zuschlagen; einem in „gülden-weißen Rauten-Stern-Muster“ und bei einem in aufregend orange-schwarz-violetten Musterstoff – und bei einem „viva-la-lila“ Karostoff. Jetzt bin ich schon die ganze Zeit in meinen Nähzeitschriften am Suchen, was ich daraus bastele… ähm nähe. Es war sehr nett unter so vielen Nähnerds zu weilen und zu fachsimpeln. In meiner Umgebung wird sonst eher nicht genäht – eher auf Markenkleidung und aktuelle Modetrends wert gelegt. Ach war das schön! Schade nur, dass ich beim gemeinsamen Abendessen nicht dabei sein konnte – nach dem Ausflug nach Verl war ich echt platt! Aber dafür gab es am nächsten Morgen ein super-schönes Früchstückstreffen und nettem Klön-Schnack, nebst Tauschbörse für ungeliebte Schnittmuster, Schnittmusterhefte und Stoffe.

Shirt KretaUnd dann hatte ich mir noch ein konkretes Nähprojekt vorgenommen: den Kassak „Kreta“ von Schnittquelle. Genäht aus einem super-dünnen, um nicht zu sagen: „labrigen“ Jersey mit – sagen wir mal – „französischem Tapetenmusterblümchendruck“. Ich konnte bei dem Muster nicht „nein“ sagen – und heruntergesetzt war er im Online-Shop dazu! Ich bin recht glücklich mit dem Ergebnis und werde es bestimmt mal beim MMM vorstellen.

 

Advertisements