Herbstjacken Sew Along #3

Oh-ha, der nächste Herbstjacken Sew Along-Termin stand vor der Tür und ich hatte nix zum Vorzeigen. Da komme ich mir wieder vor, als hätte ich die Hausaufgaben vergessen. Nur gut, dass so etwas mit eingeplant ist und man auch hinterher kleckern darf…

Wie weit bin ich bisher gekommen? 

Zunächst einmal habe mich entschieden: Es wird dieser Entwurf hier werden, ohne weiß, aber dafür mit viel grauem Strickwollstoff.

Bildschirmfoto 2014-10-21 um 11.35.57

Welche Probleme und Hürden tun sich auf?

Jetzt mal von akuter Unlust bei notwendigen aber gänzlich spaßbefreiten Arbeitsschritten abgesehen? Das größte Problem bei meinen Nähprojekten ist das Schnittmusterabpausen, das Nahtzugaben-drumherum-malen und dann das Zuschneiden. Puh! Ich musste mich in den letzten Tagen wirklich dazu aufraffen und hatte nicht so wirklich Lust dazu.

Zuschnitt

Der Fleecestoff verhielt sich beim Zuschneiden brav und blieb glatt liegen. Der Strickstoff nahm keinerlei Farbe beim Umrisszeichnen an (weder Filzstift, Gelschreiber, Bleistift, Kuli oder Schneiderkreide – jemand einen Tipp für mich?), verzog sich beim Zuschneiden und rollte sich erwartungsgemäß an den Kannten ein.

Bei der Vorbereitung hieß es dann sinngemäß: „die vorderen Ärmelausschnitte, die vorderen Passenkanten und Schulternähte mit Vlieseline Formband versehen…“ Wie jetzt? Die schlabberigen Strickstücke soll ich jetzt noch mit diesen Mikro-Plastikbändchen bebügeln?! Och, nööö. Ich hatte einen Moment darüber nachgedacht und auch schon meine gesammelten Vorräte an diesem Plastikfaserbändsel mit dem Kettstich darauf in den Händen gehabt. Habe mich dann aber umentschieden und eine Stütznaht gesteppt. Machen die in den Simplicity/Meine Nähmode-Anleitungen auch immer.

Stutznaht

Beim Nähen muss ich ein wenig mit den Stofflagen kämpfen. Oder eher meine tapfere Singer. Sobald 3 Schichten aufeinander treffen, muss ich beim Stofftransport mitzerren und ab und zu mal den Nähmaschinenfuß anheben.

Ich bin schnell und habe den ersten Mantel schon fertig und fange jetzt einen zweiten an.

Ha, der ist gut!
😉

Hilfe ich habe noch (fast) gar nichts gemacht, kann ich das trotzdem noch alles schaffen?

Ah, ja – hier finde ich mich wieder… Das Gute am gemeinsamen Nähen ist ja doch ein gewisser Druck, was vorzeigen zu wollen – trotz der großzügig bemessenen Termine. Als Ausrede fällt mir nur noch ein anderes Projekt ein, das dem schönen Wetter an den letzten Wochenenden geschuldet war und mit einer Herbstjacke ja so überhaupt nichts zu tun hat…

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Doch zurück zu meinem „Sofamantel“. Ein wenig Tüdelüh habe ich auch schon vernäht:

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Wenn das jetzt so weiter läuft, sehe ich einer Fertigstellung mit Hoffnung entgegen. Wobei ein teilbarer Zweiwege-Reißverschluss in Dunkelrot jetzt noch schön wäre. Um den habe ich mich noch nicht gekümmert und werde hier mal bei den Kurzwarengeschäften vor Ort gucken gehen müssen.

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Soweit der Stand der Dinge am gestrigen Abend.

Wie es bei den anderen Herbstjacken-Sew-Along-Mitstreiterinnen aussieht, ist hier zu lesen.

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8 Gedanken zu “Herbstjacken Sew Along #3

  1. … kann ich alles seeehr gut nachvollziehen, vor allem das Nahtzugabe-dazu-malen hängt mir auch zum Halse raus. Du hast wenigstens schon ein bisschen genäht, mein Oberstoff ist gerade mal zugeschnitten. Aber auch wenn wir die Letzten sind – wir schaffen das!!
    Liebe Grüße
    Ilse

    • Oh, gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht! 🙂 Ja, das Gemeinsam-Werkeln motiviert doch ungemein. Danke für Deine aufmunternden Worte!
      Gruß – Corinna

  2. das was man sieht, schaut doch schon mal gut aus.
    Zum Nahtzugabemalen bin ich immer vieeeeel zu fau. Ich vertrau einfach drauf, dass mein Auge/ Hand den 1cm schon richtig trifft 🙂
    Das mit der Stütznaht ist mir neu; heisst das, du hast einfach in der Nahtzugabe inmal drüber genäht ?

    • Ja. Das lese ich immer sehr häufig in den „Meine Nähmode“-Anleitungen: „Ausschnittkannten mit Stütznaht versehen“. Das heißt, dass man einmal mit einer ganz normalen Geradeausnaht innerhalb der Nahtzugabe drüber rattern soll, ohne irgendwelche Stofflagen miteinander zu verbinden. Im Endeffekt kommt dasselbe dabei raus, was der Kettstich auf dem Formband bewirkt, denke ich: das Schnittteil soll sich weder beim Zusammennähen noch später unnötig verziehen…

  3. uih, na das schaut doch schon richtig gut aus! und ja, schnitte abpausen, übertragen und nzg anmalen ist extrem lästig!
    zum markieren auf schwierigem stoff: wenn gar nix mehr geht, nehm ich seife! die reststücke sind ideal, um auf schlabberstoff (jersey & co.) anzuzeichnen, waschen sich spurlos aus und riechen auch noch gut. und 1-2 mal hände waschen und das stück hat wieder scharfe ränder.
    lg,
    molli

    • Ach, der Trick mit der Seife! Gelesen hatte ich das mal, aber komplett wieder vergessen. Danke fürs wieder ins Gedächtnis rufen! Vielleicht hätte das ja sogar mit dem Schlabber-Strick geklappt! (Dabei nehmen wir immer nur flüssige Handseife…).

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