Stell‘ Dir vor, es ist Stoffmarkt in der Stadt…

und Du gehst nicht hin.

Eigentlich hätte ich ihn besuchen können; ich hatte die Zeit und es war schönes Wetter – trocken und sonnig. Aber bei der Überlegung hinzugehen überkam mich angesichts meiner Soffvorräte ein schlechtes Gewissen, zumal noch Stoffe vom letzten Besuch unvernäht auf ihren Einsatz warten.

Zum Anwachsen meiner Stoffvorräte trug auch noch die Haushaltsauflösung hier in der Puddingstadt bei, von der wir während der AnNÄHerung erfahren haben. Die Adresse mit den Stoffschätzen hatte ich zusammen mit Frau Bunte Kleider, Frau Knopf und Mema letztens aufgesucht und für 12 Euro (!!! 1 Euro pro Stück Stoff) einen Berg Stoff abtransportiert. Ehrlich, es hätte noch viel mehr sein können. Ich glaube, wir haben die Stapel nicht wirklich nennenswert dezimieren können. Wobei mir die Kenntnis fehlt, was die andern Damen aussuchten…

Bei mir durften folgende Stoffe die heimischen Stoffberge erhöhen (meist in 4-m-Abschnitten, Wahnsinn!):

Diverse graue Jerseys, die sich weich und nach einem gewissen Anteil Naturfaser (BW oder Viskose) anfühlten sowie ein leichter Blusen- oder Kleiderstoff in Schwarz mit Blumenmuster in Gold-Ocker:

IMG_1268

Ein 70er-Jahre-Jersey, sehr wahrscheinlich mit viel Plastik, aber mit sooooo coooolem Muster und unterschiedlicher Bordüre an den gegenüberliegenden Seiten, dass ich ihn nicht dort lassen konnte (hier die beiden Seiten gegeneinander geklappt, Streifen auf der einen – psychedelisches braun-weißes Muster auf der gegenüberliegenden Seite, abstraktes, braunes Muster in der Mitte):

IMG_1269

Ein braun-blauer, grob gewebter Wollstoff (?) nebst passendem Futter:

IMG_1271

Ein edler, dunkelgrauer Wollstoff sowie ein kirschroter Jersey und ein weißer Jersey-Rest:

IMG_1272

Und da ich damit gut gegen Stoffverarmungsangst gewappnet bin, habe ich heute, anstatt erneuter Stoffhortungsaktivität zu frönen, die Zeit genutzt und vorhandenen Stoff vernäht und mich an ein Kleid nach dem Burda Wasserfall-Shirtschnitt gemacht. Allerdings ist der Jersey so aalglatt und flutschig, dass man mit den Nägeln und rauer Haut hängen bleibt. Außerdem weigert sich die Nähmaschine, so ein Plastikzeugs zu vernähen und lässt boykottierenderweise immer Stiche aus. Da es sich bei dem Stoff um ein Geburtstagsgeschenk von meinem Paps handelt, habe ich jedoch den festen Vorsatz, daraus etwas Vorzeigbares zu nähen.

Die Nähmaschine konnte ich nach sachdienlichen Tipps via twitter aus der Nähnerd-Gemeinde mit dem Unterlegen von Haushaltspapier überlisten:

IMG_1291

Jetzt hänge ich noch an der überaus unverständlichen burda Anleitung mit dem blöden Kochlöffel fest. Aber vielleicht helfen mir ja die Beschreibungen im Internet weiter. Ich werde mich mal auf die Suche begeben…

Advertisements

5 Gedanken zu “Stell‘ Dir vor, es ist Stoffmarkt in der Stadt…

    • Es war wirklich ein großes, großes Stofflager. Die Besitzerin hat wohl Stoffe sehr geliebt. Es war allerdings etwas beklemmend, da sie ja gestorben war und ihre Tochter die Wohnung aufgelöst hat. Mir saß schon ein Kloß im Hals…

    • Das ist mir bei dem Wetter heute auch wirklich schwer gefallen. Aber ich habe die Zeit wirklich mit Nähen und Stoffbergabbau verbracht – hatte auch was Gutes… 😉

  1. Pingback: Das Burda-Schlauchkleid… | Mrs Go

Ich freue mich über Rückmeldungen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s