Hochsommerkleid für über 30 °C

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An ein so heißes Wochenende wie das letzte kann ich mich hier in unseren Breiten eigentlich nicht erinnern. Auf der Terrasse waren es 40 °C. Nur gut, dass ich vorbereitet war und mir in weiser Voraussicht an kalten Märztagen ein Hochsommerkleid genäht habe, das ich heute hier vorstellen möchte. Das kam jetzt im wahrsten Sinne des Wortes zum Tragen und war am Wochenende im Dauereinsatz. Es ist das Titelmodell aus der  burda style 2/2013, Kleid Nr. 114.

Heft_und_Schnitt

Der Stoff war ein Geschenk von meinem Paps, den er beim Kaufhaus mit dem „K“ erstanden hatte. Ich hätte ihn mir selbst nie ausgesucht. Die Farben gefallen mir schon, aber das Muster ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und das Material ist so überhaupt nicht meins: 100 % Plaste mit Elaste.

Die Plaste kann ich nun im Nachhinein als super-Funktionsfaser deklarieren, denn: das Kleid trug sich überaus angenehm: luftig, leicht und schnell trocknend. Der Schnitt weht locker um einen herum und lässt genug Luft an den Körper. Nur die Rückennaht (die im Schnitt nicht vorgesehen ist) stört etwas beim Tragekomfort. Aber da ich nur 2 m Stoff hatte, musste ich beim Rückenteil stückeln.

Burda_WasserfallkleidMit diesem Beitrag reihe ich mich nun ein in die Kleiderparade beim Me Made Mittwoch, wo es bei Frau Kleidermanie ebenfalls um hochsommertaugliche Kleider mit möglichst wenig Stoff geht.

Queste-Faktor:
Nähen: etwas widerspenstig, da die Maschine Stiche ausließ und nur durch das Unterlegen von Küchenkrepp zu vernünftigen Stichen zu überreden war. Sonst war der flutschige Plastikstoff auch nicht gerade kooperativ zu nennen. Meine Probleme beim Wenden des Belegs habe ich hier schon ausführlich beschrieben…
Glücksfaktor: ja, denn ich denke beim Anblick an meinem Paps, der mir den Stoff geschenkt hat. Und das Kleid gefällt mir auch.
Wiederholungsfaktor: bestimmt, denn ich finde den Wasserfall irgendwie ganz pfiffig. Aber dann mit einem Stoff, der Baumwollqualität hat. Änderungen am Schnitt habe ich ähnlich wie beim AnNäherungsshirt von hier übernommen. Vielleicht würde ich nächstes Mal die Armausschnitte hinten etwas weiter ausschneiden und „sommerlicher“ machen.

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14 Gedanken zu “Hochsommerkleid für über 30 °C

  1. Sehr schick geworden! Den Schnitt finde ich auch toll, aber ich werde ihn nicht umsetzen. Jersey und ich sind so ein bisschen wie Feuer und Wasser. 😉
    Ich hätte auch Bedenken, dass sich der Ausschnitt unvorteilhaft nach unten zieht, sobald der Jersey etwas fester und somit auch schwerer ist.
    LG, Sandra

    • Jersey vernähe ich ganz gerne. Als Anfängerin hoffe ich, dass ich damit etwaige Passprobleme noch wegzuppeln kann. Ich muss mich eher mit Webstoff anfreunden… Den Ausschnitt habe ich anders als in der Anleitung vorgegeben, ordentlich mit Vlieseline verstärkt. Das klappt ganz gut. Liebe Grüße – Mrs Go

  2. Ich finde dein Kleid sehr schön, der Stoff gefällt mir auch, zumindest mustermäßig. Die Burda habe ich hier liegen und liebäugele schon länger mit dem Schnitt. Du hast ihn sehr gut umgesetzt.
    LG, Britte

    • Danke schön. Ja, das Muster ist für mich schon etwas schrill, aber nun mag ich’s. Der Schnitt ist im Prinzip zu empfehlen – wenn man den Ausschnitt verstärkt, den Überstand vom Wasserfall verlängert und je nach OW seitlich noch was dazu gibt (soweit die Tipps, die ich zu diesem Schnitt gesammelt habe). Vielleicht gibt es ja demnächst eine Version von Dir? Liebe Grüße – Mrs Go

  3. :)alter bekannte:-) toles modell! tolle version!
    und gratulation zu deiner intuition- damit meine ich,dass du alles zusätzlich verstärkt hast- ist gold richtig! es haben schon so viele bekannte um mich herum dieses kleid genäht nur ich nicht:-)
    ich mag einfach jersey nicht- zu langweilig beim nähen, passt immer, schluckt viel weg:-)

    • Oh, danke schön! Ich habe ja den Vorteil, dass ich auf diversen Nähblogs recherchieren und so dazulernen kann. Als Anfängerin ohne jeden Nähkurs hilft das ungemein! Und Jersey ist für mich eben wirklich sehr anfängerfreundlich… Liebe Grüße – Mrs Go

  4. Sehr schön dein kleid. Und wenn dann noch persönliche Sachen damit verbunden sind dann macht es das gleich noch besser!
    LG, Birgit

    • Danke – ja, das ist neben meinem Cambie schon das 2. „Paps-Kleid“. Aber so viele habe ich ja auch noch nicht… Liebe Grüße – Mrs Go

  5. Hast Du den Schnitt nicht schon als Langarm-Shirt genäht? Das Kleid ist schön geworden, und dass Du einen Paps hast, der Dir einfach Stoff schenkt, finde ich mega-cool. Ich finde den Satz „Jersey ist für mich eben wirklich sehr anfängerfreundlich“ sehr bemerkenswert. Ich nähe Jersey immer noch mit ungutem Gefühl, weil er sich unter meiner Nähmaschine völlig unberechenbar verhält, trotz Obertransport und allem. Meistens leiern meine Nähte aus! Toll, dass Du mit einem in meinen Augen problematischen Stoff so gut zurecht kommst.
    LG, Stefanie

    • Ja, das ist die Kurzarm-/Kleid-Variante von dem AnNäherungs-„Wasserfallshirt“. Als Anfängerin nähere ich mich den verschiedenen Stoffen ganz unbefangen. Solange die NähMa die Stoffe nicht „frisst“, ist alles gut! Liebe Grüße – Mrs Go

    • Danke Mema! 🙂 Die Rückseite gefällt mir nicht so gut, aber das kann auch an der (doofen) Mittelnaht liegen. Liebe Grüße – Corinna

  6. Na, wenn das mal kein Sommerkleid ist; sieht ganz fabelhaft aus.
    Ich finde es ja sehr süß, dass dein Papa für dich Stoff einkauft.
    LG von Susanne

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