Bei mir geht noch so einiges…

Mit Interesse verfolge ich (meist als stille Mitleserin) die ab und zu hochbrodelnden Diskussionen in der Nähnerdgemeinschaft. Zum Beispiel, was Selbermachen/-nähen mit Feminismus zu tun hat oder wie gerade aktuell: Überlegungen zum vernunftbetonten Nähen für den Alltag gegenüber dem lustbetonten Prachtnähen von Kleidung, die wahrscheinlich kaum getragen wird, hier, hier und hier nachzulesen.

Meine Nähkünste sind ehrlich gesagt noch viel zu ungeübt, als dass ich mich bewusst für eine Richtung entscheiden könnte. Ich sehe mich eher als „experimentelle Anfängerin“. Ich weiß nämlich noch gar nicht, was meine Nähmaschine und ich so bewerkstelligen können (außer Zickzack- und Geradstich) und nähere mich dem Nähen immer noch recht unbedarft und probiere aus. Bis jetzt habe ich die Grundtechniken des Kleidungsnähens erst höchst oberflächlich angekratzt und bin der Meinung, dass da noch so einiges geht, bevor ich vom ‚Näh-Rookie‘-Status zum halbwegs fortgeschrittenen Nähnerd mutiere. Für mich daher eine gute Gelegenheit einmal zu überlegen, was ich bisher ausprobiert habe und welche Techniken und Kenntnisse ich mir noch aneignen möchte.

da_geht_noch_was Hier daher hier meine ganz persönliche, ungeordnete, unvollständige Liste…:

Materialien:

  • Jersey (diverse: Plastik, Baumwolle, Viskose)
  • Leinen
  • Baumwollwebstoff
  • Chiffon (Plastik, Naturmaterialien)
  • Samt
  • Seersucker
  • Funktionsstoff
  • Seide
  • Spitze
  • Brokat
  • Jacquard
  • Bouclé
  • Tüll
  • Walk

Projekte, Schnitte:

  • T-Shirt
  • Webstoffshirt
  • Jersey-Kleid
  • Webstoff-Kleid (gefüttert, ungefüttert)
  • Blazer (gefüttert, reverslos, mit Revers, mit Stehkragen)
  • Regenjacke/-mantel
  • Hose
  • Jeans
  • Weste (nach Schnitt)
  • Bleistiftrock
  • Jumpsuit
  • Coulotte/Hosenrock
  • Bluse mit Kragen
  • Tagesrucksack (jawoll!)
  • Untendrunters…
  • Chinadress

Techniken:

  • Schrägband (herstellen, annähen, von Hand, Maschine)
  • Französische Naht
  • Reißverschluss einnähen (von Hand, Maschine)
  • Paspel
  • Rock mit mit Schrägband versäubern
  • Smoken (Maschine, von Hand)
  • Paspeltasche
  • Paspelknopfloch
  • Knopflöcher (Maschine, von Hand)
  • Schnitt vergrößern, verkleinern
  • SBA, falls notwendig (*hust*)
  • Ärmel für ärmelloses Oberteil konstruieren (überhaupt: Tulpen, Flügel, Puff…)
  • Kleideroberteil mit Rockteil eines anderen Schnitts kombinieren
  • Untertritt???
  • Ärmelschlitz vom Blusenärmel
  • Saum abkurbeln
  • Karos richtig nähen
  • Drappierung
  • ein Alabama Chanin Projekt
  • das Puzzle-Pattern-Dress von studio faro konstruieren & nähen

Angesichts dieser Liste zähle ich mich wirklich noch zu den Näh-Anfängerinnen. Ich weiß, einiges auf der Liste ist banal und hängt vom Kleidungsstück ab, andere Sachen sind für mich absolute Wunschprojekte wie die Regenkleidung und dann sind da noch so Hirngespinste, wie das Puzzle-Pattern-Dress – einfach nur um zu gucken, dass es möglich ist.

Einige Techniken habe ich einfach noch nicht ausprobiert, weil mir z.B. passende Nähfüße für meine alte Singer fehlen. Wobei der Hauptgrund aber eigentlich ist, dass ich noch gar nicht so viel genäht habe und ich eher eine Nähschnecke bin, als dass ich in Serie ein Kleidungsstück nach dem nächsten produzieren könnte (Denn auch darüber gibt es so manche schlaue Gedanken…). Und da bei mir immer noch alles relativ neu und unbekannt ist, sind Stoffe und Schnitte dabei, die so gar nicht zu mir passen, wiederum andere, die mein Herz im Sturm erobern. Und zwischendurch frage ich mich, ob das alles in Gänze zu mir passt – aber zum Glück ist es ja in erster Linie ein Hobby und ja; in zweiter Linie eine Haltung zur Konsum- und Modewelt (zumindest bei mir).

Nähen für Kopf oder Herz darf ja zum Glück – und von Projekt zu Projekt – jeder selbst entscheiden. Und Hobbies produzieren zuweilen die unglaublichsten Dinge, wie man weiß…

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Ein Gedanke zu “Bei mir geht noch so einiges…

  1. Das ist ja noch eine ganz schön lange Liste. Ich finde es auch schön, mir immer wieder beim Nähen Ziele zu setzen, immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Nicht zuletzt, um dazuzulernen. Und wenn man dabei etwas zwischen ‚brauche‘ und ‚finde ich spannend‘ oszilliert, ist doch in Ordnung. Viel Spaß noch auf Deinem Weg.
    Viebe Grüße,
    Katharina

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