Das Burda-Schlauchkleid…

ohne Tütenärmel, aber mit Falten auf dem Po…
Nein, ich habe es heute nicht zur Arbeit angezogen, aber nix desto trotz möchte ich es hier gerne vorstellen (die Fotos sind noch von der letzten Fotosession, als noch etwas Sommer war):

Titel

In der Burda vom Juni dieses Jahres sprachen mich auf Anhieb so viele Modelle an, dass ich mir das Heft gekauft habe. Darunter war dieses Kleid mit den sooooo schönen Tütenärmeln, das aber auch ohne Ärmel bereits ein Hingucker ist: Nr. 122 aus Burda 06/2015.

Natürlich habe ich in der Anleitung prompt übersehen, dass der Schwierigkeitsgrad 3 von 4 Punkten vorsah… *hust*

Burda 6_2015 Nr 122

Ein raffiniertes Detail sind bei dem Kleid die angeschnittenen Ärmel mit den Unterarmzwickeln oder -keilen (der wie man das auch immer nennt). Sehr interessant in der technischen Zeichnung. Zu nähen waren diese schon etwas schwieriger. Wenn ich die Anleitung ordentlich gelesen hätte, hätte ich auch die Nahtzugaben der Seitenteile eingeschnitten – nicht die eingesetzten Keile. Nun gut, ich habe es irgendwie hingehuddelt.

Einsatz (2)

Der Schnitt inspirierte mich dazu, den Stoff zu verwenden, den ich bei einer Haushaltsauflösung für einen Euro erstanden hatte: einen super bi-elastischen, leicht plastikhaften hellbraunen Jersey mit psychedelischer Borte in Brauntönen mit weiß. Soviel 70er-Jahre-Charme sollte doch ideal für Tütenärmel sein…

Nun gut. Die Raffung in der Mitte des Vorder- und Rückenteils war nicht wirklich was für mich. Oder für meine (alte Singer) Nähmaschine. Die Naht sitzt nicht ganz mittig, obwohl ich brav mit jeweils den gleichen Abständen und mit großen Stichen daneben abgesteppt und zum Kräuseln den Unterfaden angezogen habe. Den Ausschnitt, der im Heft bei den beiden Modellen mal geschlossen, mal aufgeklappt fotografiert ist, habe ich mit Vlieseline verstärkt und den Beleg viel größer zugeschnitten, als es laut Schnitt eigentlich vorgesehen ist.

Und ja, dann die Ärmel! Diese sollten eigentlich das Highlight an dem Kleid werden. Als ich sie dann dran hatte, dachte ich – neee, das ist echt irgendwie zu viel! Zu viel Stoff, zu viel wildes Muster, zu viel von allem… Hier zu sehen beim Zwischenstand:

Ärmel_lang

Also wieder abgetrennt.

Um die Kiste herumhabe ich auch die Mehrweite wieder rausgenommen, so dass die Falten nicht mehr ganz so „hängen“.

Der Tragekomfort ist sehr bequem, obwohl ich mit dem Ausschnitt hadere, den ich vorn noch an einer Stelle mit ein paar Handstichen verkleinert habe. Und es ist definitiv kein vernünftiges „Kopfkleid“, denn soooo oft gehe ich gar nicht Cocktails trinken. Aber wenn, dann bestimmt mal in diesem Kleid.

Ein ebenfalls cocktail- aber herbsttaugliches Wickelkleid stellt uns Karin heute beim Me Made Mittwoch vor, wo es selbstverständlich noch viel mehr selbstgenähte Kleidung zu entdecken gibt.

Queste-Faktor:
Nähen: ja, die 3 von 4 Punkten Schwierigkeitsgrad für ein Jersey-Kleid kann man geben, wenn man als Nähanfängerin mit Armzwickel und Raffung kämpfen muss.
Glücksfaktor: hm, geht so – halt ohne Tütenärmel. Aber ein besonderes Kleid für besondere Gelegenheiten
Wiederholungsfaktor: Ich liebäugele damit, das Oberteil einfach mal als T-Shirt zu nähen, da ich von der Passform recht überzeugt bin. Und falls ich mal wieder einen richtig schönen Jersey für besondere Anlässe finde (ich fand den Original-Stoff von dem kurzärmligen Kleid ja sehr, sehr schön, aber leider viel zu teuer…), würde ich es mir überlegen.

Advertisements

19 Gedanken zu “Das Burda-Schlauchkleid…

  1. Das ist ja echt ein krasser Stoff. Aber superschön. Die Tütenärmel sind klasse, aber vom Muster ohne doch schöner, obwohl es passt und du das auch gut mit der Musterfolge hinbekommen hast.
    Unbedingt ein Shirt mit den Ärmeln. Hast du die noch? sonst bräuchtest du vielleicht nur ein unifarbenen Stoff zu den Ärmeln.
    lg monika

    • Jaaa – die Ärmel habe ich noch! 😉 Die wären viel zu schade zum Wegschmeißen. Vielleicht nähe ich die ja wirklich mal an mein Shirt-Projekt… wo ich doch Tütenärmel liiiiiebe. Gruß – Mrs Go

  2. Das Kleid ist total schön geworden. Ich stimme Dir zu, dass es mit den Ärmeln in Kombination mit dem Stoff etwas zu viel wurde. Als Shirt kann ich mir den Schnitt auch sehr gut vorstellen. Gut, dass Du die Ärmel schon hast.
    Viele Grüße,
    Katharina

  3. Ich persoehnlich gebe ja zu mir gefaellt es mit den Tuetenaermeln besser, aber du musst dich ja drin wohlfuehlen. Alternativ koenntest du die Aermel ja auch enger machen. Ich hatte mir den Schnitt auch markiert und gedacht als Shirt macht der sich sicher prima 🙂 Liebe Gruesse Martina

  4. Mir ist das Kleid in der burda sofort aufgefallen und ich habe mich eingehend mit der Anleitung und dem Schnittplan beschäftigt weil es so interessant war 😉 Als Shirt habe ich den Schnitt bereits in Erwägung gezogen, aber noch nicht umgesetzt. Dein Kleid ist toll geworden mit und ohne Tütenärmel gefällt es mir sehr. Und besondere Gelegenheiten lassen sich bestimmt finden, um das Kleid auszuführen. LG Kuestensocke

    • Ich fand auch, das Burda da mal Schnitte im Heft gezeigt hat, die von den üblichen Gummizugzeltkleidern abwichen (ok, die haben auch ihre Berechtigung) – aber dieses Heft war wirklich lohnenswert. Ich bin auch mal auf Dein Shirt gespannt!

  5. Das Kleid ist ja der Wahnsinn! Superschick geworden, da hast du dich gut durchgekämpft! Und mit den Ärmeln hat es für mich irgendwie einen Game of Thrones Touch. Deine Version ist wunderbar und sehr schön!

    Liebe Grüße, Jessica

  6. Prost Karin! Dein Kleid ist ja auch superschön geworden. Ich jieper schon auf die neue FaStyle – ich hatte es nämlich in der Vorschau gesehen und war ganz hin und weg…

  7. Ich finde, du hast genau die richtigen Änderungen durchgeführt! Das Kleid steht dir so wirklich gut. Die Idee, die Ärmel an ein einfarbiges Shirt zu nähen, finde ich richtig gut. Denn die Ärmelform steht dir.
    Ich bin gespannt, was du noch draus machst.

    Viele Grüße
    Friedalene

  8. Pingback: Projekt Brot und Butter #2 | Mrs Go

Ich freue mich über Rückmeldungen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s