Projekt Brot und Butter #4: Finale

So, bevor das Linktool zum Sew Along schließt, hier meine gesammelten Brot- und Butter-Nähwerke:

Projekt Brot und Butter_Shirts

Als Nähschnecke habe ich innerhalb von 3 Monaten 5 Oberteile geschafft. Da ich häufig mit Frust und Unlust von der Arbeit komme, kann ich mich abends oft nur schlecht aufraffen und etwas Produktives schaffen. Um so schöner, dass ich durch den Sew Along einen Anreiz hatte, mich zusammenzureißen und an die NähMa zu setzen.

Von meinen Plänen habe ich die Hälfte umsetzen können: 3 Auxerres und 2 Ajaccio-Shirts sind es geworden.

Auxerre1pxAjaccio_px

Mit 60 % der Nähergebnisse bin ich sehr zufrieden, zwei Shirts sind so lala… Zum einen das weiße Auxerre, das seltsame Falten oben an meinen Speckärmchen produziert, so dass ich mir jede weitere Gestaltung oder Verzierung gespart habe und beim roten Ajaccio habe ich hinten an den Ärmeln ebenfalls formidable Falten genäht. Aber als Kombi-Partner mit etwas darüber kann man die Shirts doch ab und zu tragen.

Auxerre2

Mit den sonstigen Auxerres bin ich sehr zufrieden. Der graue Ausbrennerjersey mit den Samtrosen darauf hat etwas Stand, so dass ich dem Shirt hinten noch zwei Rückenabnäher spendiert habe. Der Jersey vom braun-goldenen BlümchenAuxerre fällt dagegen sehr labberig, ebenso wie der blau gepunktete Ripp-Jersey vom 2. Ajaccio-Shirt, der schon beim Nachthemdfahrradkleid seine Schlabberqualitäten bewiesen hat.

Nix desto trotz kann ich jetzt meine Garderobe durch ein paar mehr selbstgenähte Shirts aufstocken, die ich sehr gut in meinen Alltag integrieren kann. Mein Dank geht an 700Sachen für die nette Idee samt Sew Along dazu! Ohne diesen hätte ich mich nicht aufgerafft, Shirts in „Massennähweise“ zu produzieren.

Und zu welchen Ergebnissen die anderen Brot&Butter-SewAlongnistas gekommen sind, gibt es hier in der Linksammlung von 700Sachen zu sehen.

Queste-Faktor:
Nähen: dank zunehmender Erfahrung und der Tutorials bin ich mit den ‚Knackpunkten‘ ganz gut zurecht gekommen. Nach wie vor finde ich die „Spitze“ beim Ajaccio schon irgendwie „tricky“ und nähe immer ein kleines Loch, aber das kann man gut mit ein paar Handstichen zunähen. Zum ersten Mal habe ich mit meiner neuen NähMa das Nähen mit der Zwillingsnadel ausprobiert und bin begeistert (allerdings weniger darüber, dass es anschließend so viele Fäden zu vernähen gilt…).
Glücksfaktor: virtuelle Nähkränzchen finde ich sehr motivierend und die Ergebnisse machen mich doch recht glücklich.
Wiederholungsfaktor: definitiv. Ich brauche noch Shirts in Weiß, in Schwarz und sowieso habe ich zuviele gemusterte Jerseys ‚auf Halde’…

Zum Auxerre-Tutorial geht es hier entlang…
Wie man das Kleid Ajaccio näht, wird hier gezeigt…

PS.: Lieben Dank auch an Froken Nordlys für die schöne Bändchen-Spende, die noch für einige Ajaccios reicht!
🙂

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Brot und Butter #3: Zwischenstand

Mein Brot-und-Butter-Nähen entwickelt sich ganz zu einer kleinen, aber feinen Auxerre Massenproduktion… Ich mag den Schnitt einfach zu gern. Und so teste ich gerade aus, wie er sich in den verschiedenen Materialien nähen lässt. Zur Wahl standen: ein ultra-labbriger, dünner Elastik-Jersey in Braun mit gold-gelben ‚Plühmchen‘, ein fester, wenig elastischer Jersey mit Ausbrenner-Rosen und ein recht dicker, billiger Jersey.

Angefangen mit meiner Massenproduktion habe ich mit Auxerre #1 und dem Ausbrenner-Jersey. Da er sehr fest ist, habe ich eine dünne Jersey-Nadel genommen. Denn schon beim Aufeinanderstecken der Teile habe ich gemerkt, dass meine normalen Stecknadeln manchmal nur unwillig durch den Stoff wollen. Der Ausbrennersamt stoppte noch zusätzlich. Aber zu guter letzt habe ich es fertig bekommen.

Es folgte Auxerre #2 aus dem dünnen Flutsch-Jersey. Irgendwie komme ich mit diesen dünnen, labrigen Stoffen relativ gut klar. Hier habe vor dem Ärmeleinnähen auch noch mal die Nahtlinie an den Schultern geprüft, mit weißem Stift auf links den optimalen Nahtverlauf aufgemalt und festgestellt, dass ich oben an den Schultern gut 2 cm weg nehmen kann – dann habe ich auch weniger Falten neben dem Ausschnitt. Bei beiden Shirts habe ich übrigens wieder den Kragen mit Vlieseline bebügelt, weil ich ihn als echten Stehkragen lieber mag.

Und wie es aussieht, fällt der Schnitt bei den dünnen Jerseys irgendwie netter, figurbetonter. Da der steife Samtrosen-Jersey hinten über dem Podex doch irgendwie zu viel Luft hatte, habe ich mir 2 Abnäher ausgedacht, die schmalste Stelle markiert und somit an der Stelle über der Kiste Weite weg genommen. Man sieht es auf dem Vorher-hinterher-Foto leider nicht so gut, aber das 2. Foto fällt eindeutig taillierter aus. Ich glaube, man sieht, was gemeint ist… oder?

Auxerre_mit_und_ohne_Abnäher

Das Auxerre #3 ist noch in Arbeit. Irgendwie scheint es sehr auf „Krankenhauskittel“ hinaus zu laufen, wenn ich mir nicht schleunigst was einfallen lasse. Bänder auf die Ärmel? Ach nööö. Maschinensticken? Hm, ich weiß nicht. Bedrucken? Hmpf. Wenn ich überhaupt keine zündende Idee habe, kommen Game-of-Thrones-Spiralen auf die Ärmel und Schultern. Das kann ich. So.

Auxerre_Zwischenstand

Und nun gehe ich mich mal schnell auf den letzten Drücker verlinken und schaue mal hier, wie weit meine Mitstreiterinnen sind.

Projekt Brot und Butter

Brot_und_Butter_Projekt

SiebenhundertSachen ruft zum Sew Along auf. Und zwar geht es darum, in den nächsten 3 Monaten Kleidung für den Alltag zu nähen. Beides gut: Sew Alongs motivieren mich ungemein und Alltagskleidung steht schon ewig auf meiner Nähliste – zumal ich schon lange aufgehört habe, mir welche zu kaufen und stattdessen immer  vorhabe, sie mir selbst zu nähen. Nur: als Nähschnecke (mit max. 1 Teil in 2 Monaten) komm‘ ich zu nix.

Nun also ein Sew Along, der mir vielleicht etwas Beine machen wird. Wobei ich wohl nicht mir reicher Ausbeute glänzen werde.

Die Bestandsaufnahme zeigt, dass ich als Ganzjahresradfahrerin täglich in Hosen unterwegs bin, meistens lang- oder kurzärmlige T-Shirts trage (unter der dicken Winterjacke ist beim Radfahren auch nix anderes möglich, da ich sonst den Hitzetod sterbe…) und mir im Büro dann noch eine Strickjacke oder eine Jeans- oder Cordjacke überwerfe. Nix wirklich Schickes also, eher unkomplizierte, funktionelle Kleidung.

Mein Brot- und Butter-Nähen bestünde in erster Linie wohl darin, mir eine Auswahl an Basics zu nähen: nämlich lang- und kurzärmlige Jersey-Shirts in allen Variationen: uni, farbig und gut zu kombinieren. Schnitte dafür habe ich ‚en masse‘: meine vielen Nähzeitschriften sind voll davon.

Shirt_Uebersicht
Eine mehr oder minder schicke Büro-Jacke wäre auch noch nett. Allerdings würde die bei meinem Nähtempo den Zeitrahmen sprengen. Hosen habe ich zurzeit genug, auch wenn ich gerne mal eine wirklich gut passende Jeans von mir reproduzieren möchte.

Ich bin gespannt, ob ich zum Schluss etwas zum Vorzeigen produziert habe und gehe hier mal gucken, was die anderen so vorhaben. Vielen Dank schon mal an SiebenhundertSachen für die supergute Idee und den Sew Along – ich bin dabei!