FUSSA #5: Stickereien zum Finale der Herzen

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Es hatte sich ja bereits abgezeichnet, dass ich meine Stickereien meines Game of Thrones-Kleides – sofern ich mich denn dazu durchringen könnte – erst zum Finale der Herzen würde zeigen können. Lange konnte ich mich nicht überwinden, mein FUSSA-Kleid mit meinen nicht vorhandenen Stickkünsten zu verhunzen, bis ich dann gestern, am Pfingstsonntag einfach beherzt einen weißen Buntstift genommen habe und einfach drauflos gemalt habe.

Game_of_Thrones_Entwurf

Ein paar Probestickstücke habe ich ja bereits vorher mal getestet und zumindest herausgefunden, was ich nicht will. Die Glasperlen haben meinen Ansprüchen nicht genügt und so mussten die Kupferperlen herhalten. Auch das Stickgarn ist es nicht geworden, sondern ganz normales Maschinen-Zierstichgarn. Und was das Design anging, habe ich mich für einfache Spiralen und geschwungene Bögen entschieden, nix Kompliziertes.

Sticken

Als Inspiration diente mir zunächst das Buch „Fine Embellishments Techniques“ von Jane Conlon. Aber letztendlich habe ich doch so einfach drauf los gestickt, wie es mir in den Sinn kam. Große Vorkenntnisse hatte ich ja nicht. Das letzte Stickwerk war mein Turnbeutel in der 4. Klasse und ein Alabama-Chanin-Projekt, das ich mal vor ca.  3 Jahren angefangen, aber nicht beendet habe, weil mir das alte T-Shirt dann doch nicht mehr zugesagt hat.

Hier also meine Game of Thrones-inspirierte Perlenstickerei:

GoT_Embroidery_frontGoT_Embroidery_back_shoulderJa, man sieht noch hier und da den weißen Buntstift und ich weiß nicht, wie sich die Kupferperlen mit handelsüblichen Waschmittel vertragen. Das wird die Zeit zeigen. Und auch, wann ich dieses Kleid überhaupt tragen werde. Denn – haha: ein alltagstaugliches Cersei Lannister Kleid für mich… – da ich ja im Alltag keine Kleider trage, war das Projekt von Anfang an gelogen… Nix desto trotz hat es mir viel Spaß gemacht und ich merke: Sew Alongs sind ideal für mich, um meine Projekte wirklich durchzuziehen und zu beenden. Dieser FUSSA war wirklich eine super-tolle Idee von euch, Luzie und Karin! So, nun freue ich mich über mein fertiggestelltes Kleid und gucke, was die anderen Nachzügler so zum Finale der Herzen vorzeigen. Ich bin gespannt!

FUSSA #4: Finale 1.0

Oh-ha: Abschlusstermin des tollen Film- und Serien Sew Along und ich bin nicht wirklich fertig. Jedenfalls nicht so, wie ich wollte. Was ich geschafft habe, ist das Kleid als solches fertig zu stellen. Was aber nun fehlt, sind die Stickereien. Die habe ich nun wirklich nicht mehr geschafft.

Hier aber schon einmal ein Vorgucker. In Ermangelung eines Schattenwolfes musste mein Halbschatten-Kater herhalten, der dank ein paar Leckerlis auch halbwegs begeistert ein Fotoshooting über sich ergehen lässt…Finale_1pix

In den letzten Wochen bin ich wirklich zu oft entnervt von der Arbeit gekommen und war nur noch geschafft, als dass ich mich zum Nähen aufraffen konnte. Außerdem haben mich die Ärmel und die Schrägbänder an den Kanten und am Saum doch sehr in Anspruch genommen. Da ich zum ersten Mal die Geschichte mit dem Schrägband gemacht habe, habe ich nur eine Seite mit der Maschine genäht und die Rückseite unsichtbar von Hand fest genäht. Besser kann ich es zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht. (Ja, ich weiß, dass man die Schrägbandversäuberung super mit der Maschine festrattern kann, aber das habe ich mir nicht zugetraut – daher hat das von-Hand-nähen viel von meinen Abenden beansprucht.) Hinzu kam, dass mir die Breite des selbstgemachten Schrägbandes vorn dann doch zu breit war und ich es am Ausschnitt schmal habe auslaufen lassen. (Man sieht den Unterschied auf dem Bild zum FUSSA #3: „Zwischenstand“.)
Und den Samstag gestern habe ich dann noch anstatt zum Nähen auch noch dafür genutzt, mich in die Geheimnisse des Ukulelespielens einweihen zu lassen, was sehr spaßig war („3 accords & a guitar“ hat seitdem eine ganz neue Bedeutung für mich…)
😉

Im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Dafür, dass es erst mein 2. Webstoffkleid ist, kann ich, glaube ich, nicht meckern. Vielleicht hätte ich nicht ganz so rustikalen Leinenstoff (mit so viel Stand) nehmen sollen, sondern einen leichteren, weichen Baumwollstoff. Wie ich zuvor schon geschrieben hatte, musste ich viel aus dem Rockteil herausnehmen, da der Stoff mir zu viele Falten auf dem Hintern gemacht hat.

Zum ersten Mal kam auch der Rockabpuster zum Einsatz, den ich günstig erstanden habe. Der HaLiebste hat mich auch brav dreimal abgepustert, bis ich mit der Länge zufrieden war.

Zum Glück gibt es ja noch das Finale der Herzen am 24. Mai. Dann bin ich sicherlich noch mit meinen experimentellen Stickereien dabei und habe mich entschieden, ob ich das ganze Gefussel mit den dreifachen Schleifen vorn am Ausschnitt so lasse.

Bis dahin gehe ich vorerst einmal bei Luzie gucken, welche tollen Ergebnisse es dort bei den anderen FUSSA-Teilnehmerinnen zu bewundern gibt und sage den beiden Organisatorinnen Karin und Luzie schon einmal vielen Dank für diese tolle Idee und den tollen Sew-Along!Fussa_fin1

FUSSA Queste-Faktor:
Nahen: eine Herausforderung für mich, da ich (nach meinem Cambie) erst zum 2. Mal ein Webstoffkleid genäht habe und die Geschichte mit dem Schrägband für mich doch recht anspruchsvoll war.
Glücksfaktor: definitiv vorhanden, denn beim Gucken von Game of Thrones habe ich häufig daran gedacht, auch solch ein Kleid besitzen zu wollen. Nun habe ich eins. Und auch noch selbstgenäht.
Wiederholungsfaktor: jau! Da ich den Schnitt und auch tollen Stoff bereits vor dem Beginn des FUSSA hier liegen hatte, warten beide noch auf die kombinierte Umsetzung. Dann aber wirklich in einer Sommerversion aus leichtem Baumwollstoff.

FUSSA #3: Zwischenstand

FUSSA_Zwischenstand Anders als in meiner Serienvorlage „Game of Thrones“ ist es nicht der Winter, der naht, sondern der Frühling. Und so konnte ich einen Teil meines nachösterlichen Urlaubes doch tatsächlich meine alte Singer auf die Terrasse verfrachten und mein geplantes Cersei Lannister/Sansa Stark Kleid draußen nähen. Ich habe auch wirklich erst nach dem Feiertagswochenende mit dem eigentlichen Zuschneiden und Nähen begonnen, so dass ich noch nicht sehr weit bin. Aber auf einen guten Weg, wie ich finde. Man kann schon was vom fertigen Kleid erahnen.

Am Schnitt musste ich doch recht viele Anpassungen vornehmen. Da der Rock fast ein ganzer Teller ist und der Leinenstoff doch zu viel Stand dafür hat, musste ich einen Teil der Rockweite rausnehmen – auch wenn es mir um den vielen Stoff leid getan und mir eine zusätzliche Mittelnaht hinten im Rock beschert hat. Aber drei große Falten auf dem Hintern wollte ich dann doch nicht in meinem Kleid haben…

Auch die Taille musste ich hinten etwas höher setzen und das Oberteil insgesamt 6 cm enger machen. Eigentlich hat mich dies verwundert, da ich die Schnittteile in den Größen nach meinen Maßen zugeschnitten habe. Da aber nach den ersten Nähten das Kleid irgendwie zu bollerig an mir herumhing, musste ich halt Stück für Stück anpassen. Aber so ist es mir lieber , als mit viel Herzblut eine Schrankleiche zu produzieren. Aenderungen Ich habe auch zum ersten Mal Schrägband selbst gemacht. Einen passenden Baumwollstoff in einem hellen Braunton hatte ich mir zu meinen Kleiderstoff gleich dazu bestellt. Es hat auch gut geklappt. Ich hab es nach der Anleitung gemacht, bei der man eine Art versetzten „Schlauch“ näht und dann einen „Endlosstreifen“ schneidet, der dann entsprechend gefaltet und gebügelt wird. Da mir durch das Engernähen des Oberteils der Ausschnitt etwas zu groß geraten ist, konnte ich mit meinem 2 cm breiten Band den Ausschnitt wieder auf ein erträgliches Maß bringen. Die Rückseite des Bandes werde ich von Hand unsichtbar annähen. Irgendwie finde ich sichtbare Maschinenstiche an diesem Kleid irgendwie unpassend… Zwischenstand

Bis jetzt bin ich recht zufrieden mit dem Stand der Dinge. Die Ärmel müssen noch dran, wie man sieht. Und gestern habe ich noch für das ganze „Tüdelüh“ mit der geplanten Verzierung kupferfarbene Rocailles und Stäbchenperlen, Zierstich- und Stickgarn in einem schönen Kupferton und Nähgarn in Bordeauxrot sowie kupferfarbenes Satinschrägband zum Einfassen des Saums erstanden. Tueddelueh

Die nächsten zwei Wochen werden also ganz im Zeichen der experimentellen Handstickerei stehen. Drückt mir die Daumen, dass ich das hinbekomme und mein schönes Kleid nicht verhunze… 😉 Wie es sonst so beim FUSSA Zwischenstand aussieht, ist hier bei Karin zu sehen.

FUSSA #2: Mein Plan, Stoff & Schnitt

Ja, ich trau‘ mich und möchte mir ein alltagstaugliches Cercei Lannister-/Sansa Stark- Wickelkleid nach der Serie Game of Thrones nähen! Und wie es das Schicksal so will, hatte ich einen passenden Schnitt bereits lang vor der FUSSA-Auslobung zu Hause, in der Absicht, daraus ein Sommerkleid zu nähen, nämlich McCall’s 6959:

FUSSA_Schnitt_McCalls_6959Bei genauer Betrachtung stimmt der Schnitt schon recht gut mit der Kostümvorlage aus der Serie überein: V-Ausschnitt, Wickelung, Band-Verschluss – passt!Da es ja ein alltagstaugliches Kleid werden soll, verzichte ich auf die dramatischen „Trompetenärmel“ (auch wenn ich sie sehr hübsch finde) und die Länge der Vorlage. Meine Ideallänge für ein Sommerkleid zum Wohlfühlen endet bei mir knapp unter dem Knie.

Ein paar Elemente tauchen bei den Kostümvorlagen der Kleider von Cercei und Sansa am Lannister-Hof neben der Wickelung regelmäßig auf. Da wären:

  • Verschluss durch mehrere Bindebänder entlang der schrägen Ausschnittkannte
  • abgesetztes, andersfarbiges Einfassband an den Außenkanten (auch Ärmel und Saum)
  • (manchmal) eine andersfarbige, seitliche „Hüftpasse“ von der Taille bis zum Rocksaum
  • opulente Stickereien, oft mit Perlen oder Metallringen auf den Schultern, Ärmeln und über dem Saum

Ich denke, die Idee mit den Bändern und das Einfassband kann ich ganz gut umsetzen. Die von mir angeschmachteten Stickereien kann ich nur andeuten. Allerdings bin ich schon wild entschlossen, mich darin zu versuchen. Die Hüftpasse brauche ich nicht („Hüfte“ hab ich schon genug), zumal sich der angedeutete Tellerrock vom Schnitt auch nicht richtig dafür eignet. Wird also weggelassen.Als Stoff habe ich mir einen wunderschönen, bordeauxroten Leinenstoff von hier bestellt. Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl, zumal die intensive Farbe beim Waschen nicht ausgeblutet ist (ein Hoch auf die Chemie…). Auch Perlen habe ich vorrätig. Schrägband und vielleicht noch ein dekoratives Bandelement (Satin? Samt?) für den Rocksaum wird sich noch finden. Da der Leinenstoff recht rustikal ausfällt, bin ich versucht, das Kleid (wenigstens teilweise) zu füttern, damit nix kratzt.
Fehlt noch das passende Stickgarn. Da Hand-Stickereien heutzutage doch recht unpopulär für Alltagskleidung sind, möchte ich sie nur dezent einsetzen und werde eher gedeckte und zurückhaltende Farben verwenden. Die genauen Farbkombis stehen noch nicht fest. Ich schwanke zwischen hell-beigem Schrägband und dunkelbraunem Einfassband. Die Stickereien hätte ich gerne in einem Kupferton:

Ich bin gespannt ob es klappt und freue mich schon auf die Herausforderung. Der FUSSA bringt mich bequeme Jersey-Anfänger-Näherin ganz schön aus meiner bisherigen Komfortzone raus und es gibt einige Techniken, die ich noch nie gemacht habe. Aber nun gut, Näherfahrungen sammeln und dazulernen kann ja so schlecht nicht sein. Mal gucken, wie ich mit der Zeit hinkomme. Auch wenn das „Finale der Herzen“ am 24.5. eher für die Mantelnäherinnen gedacht ist, werde ich mich mit meiner Hand- und Perlenstickerei vielleicht darunter mogeln müssen.

Wie es bei den anderen FUSSA Aspirantinnen aussieht, ist hier bei Luzie zu lesen.

FUSSA #1: Inspirationen

Es geht los! Der von Karin und Luzie ins Leben gerufene „Film- und Serien-Sew-Along“ steht in den Startlöchern. Eine absolut grandiose Idee, wie ich finde! Lieben Dank dafür schon mal an die beiden! Und fast hätte ich den heutigen Termin verpennt (da im real life mal wieder jenseits von Zeit und Raum unterwegs), aber meine Bog-Feeds haben mich rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht.

Bei den ersten Posts, die ich gelesen habe, hat doch sehr die Sophie Haas aus Hengasch die Nähträume der Nähnerdgemeinde inspiriert. Ihr Kleidungsstil ist aber auch sehr herausstechend, was ihre drehbuchgegebene Position in dem verschlafenen Eifeldorf noch mehr unterstreicht.

Meine erste Serie, die ich mit Begeisterung geuckt habe (die ersten Folgen auch noch in Schwarz-weiß, ja lang ist’s her…), war „Mit Schirm, Charme und Melone“ mit der absolut tollen Diana Rigg als Emma Peel. Im Gedächtnis geblieben sind mir ihre Catsuits, Trainingsanzüge, Steghosen und Rollkragenpullover und ihre extreme Lässigkeit, mit der sie ihren Filmpartner John Steed aus manch einer brenzligen Situation raushauen musste. Und anders als ich gedacht hatte, sind ihre Folgen gar nicht in den 70ern beheimatet, sondern in der zweiten Hälfte der 60er-Jahre. Emma_Peel_Inspiration Eine weitere Person, die ich in einer Serie äußerst gut gekleidet fand, ist Addison Montgomery in dem Greys Anatomy-Spin-off von  „Private Practice“. Abgesehen davon, dass sie unglaublich viel Geld besitzt und sich jedes Designerstück kaufen könnte, besticht ihr Kleiderstil durch eine absolut zurückhaltende Eleganz – weder zu abgedreht (wie Carrie) noch all zu bieder oder langweilig (und immer schick – selbst unter dem Kittel…). Addison_Inspiration Weitere Protagonistinnen aus Filmen oder Serien, deren Kleidungsstil ich toll finde, sind die Mädels aus Downton Abbey, und zwar am Anfang der 20er-Jahre mit den tollen Chiffonkleidern und Stickereien. Und ich merke, es geht wild durcheinander in meiner Shortlist, denn der umwerfende Kleidungsstil von Audrey Hepburn, der von Jessica Brody in Homeland oder die tollen Kostüme aus „Herr der Ringe“ (wobei ich an die Elfen oder die Kostüme der Rohan-Reiter denke) haben mich ebenfalls merklich beeindruckt.

Aber wie schon bei der Annäherung geäußert: Mein Herz schlägt momentan für die tollen Kostüme aus „Game of Thrones“, da kann ich einfach nix machen. Wie auch schon bei Herr der Ringe interessiert mich die Filmausstattung fast noch mehr als die Handlung. Ich habe ganze Nachmittage krank auf dem Sofa mit dem Gucken des Zusatzmaterials zu „HdR“ verbracht und wäre zu gern bei der Ausstattungs-Crew gewesen, die die Welt von Mittelerde mit den ganzen Details ausgestattet haben.

Bei Game of Thrones bin ich von den authentischen Kostümen begeistert, vom Bettler bis zum Adel – oft dreckig, mit Schnee auf Schultern und Kragen oder verblasst und verwaschen. Die liebevollen Details wie Borten, Bänder, verschiedene Stofflagen, Schnallen und Schließen und aufwändigen Stickereien tun ein Übriges. Absolut beeindruckt bin ich dabei von der Arbeit der Illustratorin und Handstickerin Michele Carragher. Ihre Stickereien mit Perlen, kleinen Metallringen und die oft dreidimensionale Ausgestaltung mit Motiven aus der Natur finde ich absolut umwerfend! Toll ist auch, dass sie auf ihrer Seite die smoking-Technik vorstellt, mit der sie die Drachenstruktur von Khaleesis Kleidung versehen hat. Es wäre mal einen Versuch wert, finde ich.

Letztendlich finde ich alle Kostüme in GoT toll, aber es soll ja etwas Alltagstaugliches dabei rum kommen. Und da gibt es einen Kleidungsstil, der mich absolut anspricht: elegant, körperbetont, meist in zurückhaltenden Farbtönen und wenig dekoriert, aber mit edlen Materialien und meist mit Stehkragen: Petyr Bealish, dem keiner länger als von 12 bis Mittags über den Weg trauen sollte. (interssant an dieser Stelle finde ich übrigens, dass ich beim FUSSA bis jetzt noch von keiner Kleidungs-Inspirationen durch einen männlichen Film-Protagonisten gelesen habe.) Petyr_Baelish_Inspiration Der Kleidungsstil von Lord Baelish lässt in mir den Wunsch aufkommen, mir irgendwann einmal einen schönen Stehkragen-Blazer zu nähen, aus einem schönen, dunklen Jacquard-Stoff. Hach! Doch bei mir wird es wohl doch eher ein Kleid werden, das vom Stil her von Cersei Lannister oder Sansa Stark inspiriert ist. Die beiden tragen auffällig oft Kleider im Wickelstil, die vorn mit schmalen Bändern geschlossen werden. Ich glaube, das ist auch für den Alltag brauchbar umzusetzen: cercei_Inspiration Etwas, was ich nur andeutungsweise nachahmen könnte, wären die Stickereien. Mit Grausen erinnere ich mich an einen bestickten Turnbeutel, den ich in der 4. Klasse anfertigen musste. Ich würde mit diesem Projekt also absolut die Komfortzone meiner Anfänger-Jersey-Näherei verlassen… Stickerei_Inspiration Hach, ich hoffe, ich bin meinen eigenen Ansprüchen gewachsen und bekomme überhaupt etwas Tragbares zustande. Ein „Anlasskleid“ wäre ganz passend, da Anfang Mai meine älteste Nichte konfirmiert wird. Vielleicht schaffe ich ja bis dahin mein Cersei Lannister Kleid…

Ob die Sophie Haas noch das Herz der anderen FUSSA-Aspirantinnen höher schlagen lässt oder ob ich mich mit meinen Game of Thrones-Inspirationen in guter Gesellschaft befinde, ist hier bei Karin und den anderen verlinkten Beiträgen sehen. Ich bin jetzt schon auf die Ergebnisse gespannt und freue mich auf diesen tollen Sew-Along!

PS.: …eben landete die Hand vom HaLiebsten auf meiner Schulter, der fragte, ob denn noch keiner „Baywatch“ auf der Inspirationsliste stehen hätte – das wäre doch kurz, gut und knapp.

Knapp vor allem… (ppffffffff!)

Bedenke, was Du wünschst,…

es könnte in Erfüllung gehen!

Daran musste ich denken, als ich die kürzlich gesendeten und auf Festplatte aufgenommenen „King of Thrones“-Folgen gesehen habe und mir gedacht habe: „Da müsste es doch mal ein Sew Along zu geben!“ Zu schön sind die Kostüme, die Stoffe, die Verschlüsse und Verzierungen… (hach!)

Prompt kam per Twitter die Antwort von dreikah – und hier der erste Aufgalopp zum Film und Serien Sew Along, den sie zusammen mit Luzi (von Mein wunderbarer Kleiderschrank) ausruft.

Wie cool ist das denn!?

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Nun gut. Nun muss ich ja. Mit Ausreden wie: eigentlich brauche ich kein Kleid (beziehungsweise Gehrock, Ritterrüstung, Kaftan, Neckholder-Bettlakenkleid…) komm ich aus der Nummer nun nicht mehr heraus.

Ja, ich weiß: ich könnte mich auch für 70er-Jahre-Chick von Emma Peal aus „Mit Schirm, Charme und Melone“ erwärmen, für die Kleider von Mad Men, Downton Abbey oder oder oder. Aber es wird doch sehr wahrscheinlich eine absolut alltagsuntaugliche Vorlage aus Game of Thrones werden. Die Stickereien und Verzierungen sind für mich einfach jenseits dessen, was es irgendwo zu kaufen gibt – das kann man nur selbst machen.

Die Herausforderung wird darin bestehen, etwas Tragbares zu machen, aber die Vorlage doch irgendwie erkennbar zu machen. Nun gut. Es ist ja noch Zeit. Ich freue mich schon auf:

Die Termine:
15.3.15 Inspiration bei Karin
29.3.15 Mein Plan, Stoff- und Schnittauswahl bei Luzie
12.4.15 Zwischenstand bei Karin
26.4.15 Abschlusspräsentation bei Luzie