Löffelglück #1: Heidelbeermüsli

Es gibt Menschen, die wachen morgens auf und sind sofort hellwach. Und dann gibt es Leute, die können morgens schon ein halbes Schwein auf Toast frühstücken…
Ich kann weder das eine noch das andere: morgens brauche ich eine immens lange Anlaufzeit, um in Gang zu kommen. Und Appetit habe ich morgens auch nicht – eher Durst.
Schwarzer Tee geht bei mir daher morgens immer. Da mir an Arbeitstagen jedoch noch knapp 6 Kilometer Weg per Fahrrad zur Arbeit bevorstehen, bei jeder Jahreszeit, ist frühstücken jedoch nicht verkehrt.
Das Frühstück meiner Wahl lautet daher: Müsli.

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Es hat genügend Kohlenhydrate und mit Milch oder Sojamilch kann man es soweit herunterverdünnen, das es fast als Flüssignahrung durchgehen kann. Jahrelang habe ich diese Fertigmüslis aus dem Supermarktregal zu mir genommen. Zu verlockend waren die Sorten. Vor allem, wenn sie OHNE Rosinen waren. Notfalls habe ich die vor dem Essen rausgesucht. Es blieb jedoch nicht nur bei den Rosinen. Irgendwann habe ich angefangen, mit dem Küchensieb den Kristallzucker rauszusieben, da mir diese Müslis zu süß waren. Ich war wirklich überrascht, wieviele Zuckerkristalle sich in der Spüle angesammelt haben. Meist habe ich dann auch noch das rosinen-und-zucker-reduzierte Müsli wieder mit einem Extra-Löffel Haferflocken gestreckt. Mein Müsli sollte bitte „Flüssigbrot“-Charakter haben, aber bitte mit Geschmack…

Sehr begeistert war ich, als ich diese Müsli-Mischer im Internet entdeckt habe: da gab es Müslis zum Selbermixen: mit Flockengrundmischungen als Basis, Nüssen, Früchten, Schoko-Schnickschnacks und Extra-Klimbim wie Mohn, Orangeat undundund… Sehr lecker! Für die Bioqualität muss man allerdings auch einiges berappen.

Nachdem ich mir diverse Male mein individuelles Müsli vor dem Rechner zusammengestellt und mir habe schicken lassen, dachte ich: „Das kann man doch auch selbst machen“…

Gesagt getan! Inzwischen mixe ich mir die Hälfte meines morgendlichen Müslibedarfs selber. 3 Mischungen haben es bereits in die Rezeptliste geschafft. Und wer Lust hat, es selbst einmal auszuprobieren – bitte schön: hier kommt mein Mix für sanft-süßes Heidelbeermüsli.

(als Bechermaß habe ich einen Kaffeepot mit 200 ml Inhalt genommen)

Heidelbeermüsliheidelbeermuesli_zutaten
2 Becher zarte Haferflocken
1 Becher kernige Mulitkornflocken (oder einfach kernige Haferflocken)
200 g getrocknete Heidelbeeren (auf einem Herbstmarkt gekauft)
100 g Mandelblättchen (die zum Backen)
100 g getrocknete Apfelringe (in der Mulinette geschreddert oder mit dem Messer kleingehackt)
100 g weiße Schokoladenraspel (aus dem Backregal – wer’s gesund mag, lässt die lieber weg…)

Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit einem Löffel umrühren, bis sich alles gut vermischt hat, eventuell aneinander klebende Obstteile von Hand lösen und dann alles in eine luftdicht schließende Dose geben.

Portionsweise in eine Schüssel geben, Milch nach Wahl (Kuh, Soja, Mandel, Hafer…) zugeben und genießen.

Viel Spaß beim Nachmixen. Glücksfaktor garantiert!

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Kleiner Vorgucker: ebenfalls in der Liste: Kokos-Kirsch-Müsli und herbes Schoko-Granola mit Gewürzen. Demnächst hier im Blog

Ich werd‘ jetzt „Landschaftsaktivistin“, glaube ich…

Eine einfache Frage: „Macht ihr mit?“ und peng! – wird man unversehens zur Landschaftsaktivistin…


…den sollte man doch eigentlich dort stehen lassen, oder?

 

So geschehen vor gut vier Wochen, als uns eine Nachbarin ansprach und fragte, ob wir nicht mitmachen wollten. Es geht um die „Rekultivierung“ einer ehemaligen Streuobstwiese bei uns in der Nachbarschaft. Kurz darauf wurde bei einem ersten Treffen das Projekt vorgestellt: Gelände, Größe des Gebiets, Ist-Zustand, Hintergrund und Besitzverhältnisse – und was daraus werden soll. Zusätzlich wurden von allen Anwesenden Wünsche gesammelt, was man dort noch gestalterisch unterbringen könnte (Sitzbank, Findling mit den Namen aller „Aktivisten“…) und versichert, dass das Projekt förderfähig sei und wir nach Herzenslust zu den bestehenden Obstbäumen neue pflanzen könnten. Auch würden uns bei den Aufräumarbeiten die Teilnehmer eines Projektes helfen, die den (Wieder)Einstieg in die Arbeitswelt suchten. Später würde dann die Wiese von einem Biohof in der Nähe gepachtet und 2 x im Jahr gemäht werden, um mit dem Grünzeug die Herde Heckrinder bei uns zu verköstigen.

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Da aus dieser Fast-Feuchtwiese allfrühjährlich meine Erdkröten, Grasfrösche und Molche wandern, die ich dann von März bis April morgens vor der Arbeit bestimme, zähle und über die Straße trage (und ein paar Tage später wieder zurückbugsiere…), habe ich auf jeden Fall zugesagt!

IMG_0744Ich glaube, die Grasfroschdame kenne ich noch von diesem Frühjahr.
Sie saß in einer metertief eingegrabenen Tonne und wäre alleine nicht mehr rausgekommen.

Am letzten Samstag war nun das erste Arbeitstreffen morgens um 10 Uhr anberaumt: Es ging darum, die verlassenen Schrebergärten vom Müll zu befreien und Thuja- und Ligusterhecken zu fällen. Zum Glück haben wir bei dem gesamten Projekt fachkundige Anleitung durch den Verein Ravensberger Lichtlandschaften e.V. Das ist auch ganz gut so, da wir ohne dessen Beistand sicherlich Murks machen und die verkehrten Bäume fällen…

Hecken_Aktion

Bei schönstem Wetter haben wir unter dem stetigen Gedröhn der Kettensägen Grünzeug an den Straßenrand geschleppt und Müll zusammen getragen. Besonders ärgerlich waren die vielen Glasscheiben, die unter dem dichten Gras lagen, und von denen man nur durchs Knirschen beim Darauftreten erfahren hat. Mir war etwas mulmig, da ich mit Gummistiefeln unterwegs war.

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Angesichts des schnell anwachsenden Müllberges haben wir spontan doch eine Mulde bestellt, die dann auch umgehend geliefert wurde. Allerdings passte nicht der gesamte Müll hinein. Wir werden noch eine zweite bestellen müssen.

Insgesamt eine sehr produktive Aktion, die schon erste Ergebnisse zeigt – und dass es durchaus Nachbarn bei uns gibt, denen die Natur und Landschaft ringsrum nicht egal sind.

Pause

Einer der kuriosesten Funde neben Katzenbildern, Bechern und Geschirr: 2 Paar Ski… In der Kaffeepause wurde dann auch ausgiebig diskutiert, was die bei ie-bäh noch bringen würden…

Ich weiß nicht, ob sich unsere Aktivitäten auf dem bisher absolut brach liegenden Gelände im nächsten Jahr in der Anzahl meiner Amphibien bemerkbar machen wird. Aber da ich mich nun beim Vorbeifahren mit dem Fahrrad nicht mehr über den Müll ärgern muss, der dort liegt, bin ich bislang positiv eingestellt…

Außerdem freue ich mich schon auf den freien Blick über die künftige Streuobstwiese mit den grasenden Einhörnern, über die der der Morgennebel wabert…

Schau’n mer mal!IMG_0767Queste-Faktor:
Anpacken: ja, abenteuerlich, da ich jederzeit damit rechnete, dass meine Gummistiefelsohle von einer zentimeterlangen Glasscherbe durchbohrt wird. Außerdem habe ich mich ein wenig vor dem gegruselt , was man meiner galoppierenden Phantasie nach unter dem hohen Gras alles eventuell noch finden könnte…
Glücksfaktor: bei schönstem Wetter gemeinsam was anzupacken und nähere und weitere Nachbarn besser kennen zu lernen und dabei zu sehen, wie viel man zusammen schaffen kann, beschert nachweislich Glücksmomente.
Wiederholungsfaktor: definitiv – der nächste Arbeitseinsatz ist schon am kommenden Samstag,  10 Uhr…

Vegane Apfel-Streusel-Muffins

Jetzt, wo es draußen (und drinnen) kühler wird, gibt es fast nix besseres, als össelige Herbstnachmittage vor dem warmen Backofen zu verbringen. So man denn Zeit und Muße dazu hat. Anlass dazu gab unsere Tageszeitung vom Freitag, in der von dem neuesten Trend aus der Versuchsküche des lokalen Backpulverpabstes hier berichtet wurde: veganes Backen und Kochen.

Ein passendes Rezept gab es dazu auch: Apfel-Streusel-Muffins

Vegane_Muffins

Nun gut, warum nicht? Bio-Eier gehören eigentlich zu unserem ständigen Vorrat, aber manchmal auch nicht. Dann eine eilose Alternative zur Hand zu haben, falls mich mal spontan der Backwahn überkommt oder überraschend Besuch ins Haus steht, ist sicherlich nicht schlecht.

Hier die Zutaten:

Streusel:
60 g Margarine
50 g kernige Haferflocken (bei mir halb Cranberry-Müsli, halb zarte Haferflocken)
50 g Mehl
60 g Rohrzucker

Alle Zutaten rasch miteinander zu Streuseln verkneten

„All-in-Teig“ (wie es beim Dr. immer so schön heißt, bei mir ist’s ein Rührteig…)
300 g Mehl
1 Päck. Backpulver (klappt auch mit dem vom Mitbewerber)
1 gestr. TL Zimt
125 g Rohrzucker
125 g Öl (bei mir 140 g Margarine)
250 g Sojamilch (bei mir 200 g, da s.o.)
1 kl. Apfel, geschält und in kleine Würfel geschnippelt

Aus allen Zutaten mit dem Mixer fix einen Teig rühren, dabei zum Schluss von Hand die Apfelwürfel unterheben.

Den Teig in 12 mit Papierförmchen versehene Mulden eines Muffinblechs füllen und zum Schluss den Streuselteig gleichmäßig mit zwei Löffeln darauf verteilen.

Backen: im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Heißluft – ich habe auf 160 °C reduziert) ca. 35 Minuten

Ergebnis: ja, ganz in Ordnung und nicht zu süß. Die Streuselschicht oben bildet einen netten Kontrast zu dem saftigen Apfelteig. In diesen hätte nach meinem Geschmack noch ein Spritzer Zitronensaft für etwas mehr Frische reingepasst. Nüsse kämen bestimmt auch nicht schlecht. Insgesamt aber ganz anständige Muffins, die wider Erwarten nicht nach Backpulver geschmeckt haben. Der typisch „klitschige“ Muffin-Charakter (amerikanischer Art) fehlt hier total, da ohne Joghurt oder Buttermilch zubereitet. Das könnte man aber mit Sojajoghurt bewirken, falls gewünscht. Insgesamt ein sehr lockerer, leckerer Teig und damit genau richtig für alle, die veganem Essen skeptisch gegenüber stehen.

Muffins

Queste-Faktor:
Backen: wohlig-warme Apfelduft-Backofenwärme und Vorfreude machen mich definitiv glücklich!
Wiederholungsfaktor: sicher, wenn irgendwann mal keine Eier da sind. Oder auch so, fürs gute Gewissen…
Tipp: die Muffins noch warm vom Muffinblech befreien, da der zuckrige Streuselteig sie sonst wie Zweikomponentenkleber bombenfest pappt!

„Liebt die Kuh ihr schönes Leben,…

wird sie beste Milch nur geben.“*

Wenn ich diese Radiowerbung höre, muss ich unweigerlich über Begriffe wie „Rentabilität“ und „Nutzungsdauer“ von landwirtschaftlich gehaltenen Tieren nachdenken, über die große Diskrepanz der tatsächlichen und der möglichen Lebensdauer einer in der Milcherzeugung gehaltenen Kuh (sowohl in konventioneller wie auch in Bio-Haltung), über den verbreiteten Umgang mit Nutztieren – und über meinen Beitrag, den ich durch den Kauf oder Nichtkauf von Produkten leiste.

Ein Blick auf die Tabelle, die ich im „Bauernkalender 2015“ gefunden habe (und der mir letztens von meiner Kolleginnen auf den Schreibtisch gelegt wurde) tut ein Übriges (auch in Anbetracht der anderen Tierarten):

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Die häufigsten Gründe für die „Unrentabilität“ und das „Ausmerzen“ von Milchkühen sind häufige Erkrankungen der Kuh wie Ketose (Energiemangel infolge der immensen Milchproduktion, der durch die normale Futteraufnahme nicht mehr gedeckt werden kann) und deren Folgeerscheinungen, häufige Mastiden (Einzahl: Mastitis, das sind Euterentzündungen, die die Milch für den Handel unbrauchbar machen) und Lahmheiten infolge von Klauenerkrankungen (da die Extremitäten diesen gewaltigen Milchproduktionsorganismus nicht mehr tragen können).
Eine moderne „Hochleistungskuh“ ist übrigens „Menschenwerk“ und würde so in der Natur nicht vorkommen.

Und falls noch jemand bis hierher gelesen hat: Nein, ich kann kein abschließendes Statement liefern, auch keinen Handlungsratschlag und auch kein Bekenntnis zum Veganertum. Ich bin nur sehr, sehr nachdenklich, was die Wahl und den Verzehr mancher Nahrungsmittel betrifft.

* Lieben Kühe ihr Leben? / Wenn ja, hätte das einen Einfluss auf die Milchqualität? / Was ist ein „schönes“ Kuhleben? – Die Werbung weiß Antwort. 

Orientalisches Hackfleischgewürz nach Schuhbeck

Gewurz1Ich liebe Gewürze. Daher hatte vor einiger Zeit auch das Buch von Alfons Schuhbeck bei mir Einzug gehalten: „Meine Reise in die Welt der Gewürze“. Neben ein wenig Warenkunde und persönlichen Erzählungen seiner Reise auf die Gewürzmärkte des Orients, finden sich darin Grundrezepte bekannter Gerichte wie Humus, Baba Ganush, Falafel oder Tabuleh sowie eine Auswahl an Rezepten aus der Feder Schuhbecks mit klingenden Namen wie „Arabisches Gröstl“, „Arabisch-bayerisches Hendl“ oder Milchpudding mit Quittenragout und Berberitzen“…

Selbstverständlich werden diese Gerichte mit aromatischen Gewürzmischungen zubereitet, die vom Autor persönlich gemixt, in kleine Döschen abgefüllt und im gut sortierten Lebensmitteleinzelhandel verkauft werden…

Rezepte, wie die Gewürzmischungen zuzubereiten sind, findet man dagegen nicht. Natürlich nicht…

Gewurz5Was man aber findet, ist eine Beschreibung sowie ein Bild, das die Zutaten der Gewürzmischung zeigt. Ob die Mengenanverhälntisse jedoch stimmen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Nix desto trotz habe ich jetzt schon zum zweiten Mal das „Orientalische Hackfleischgewürz“ selbst zubereitet. Wie man im Buch lesen kann, bereiten die Menschen im Orient (wohl genau wie in Indien „das“ Curry) die Würzmischungen selbst zu, Variationen inklusive.

Daher habe ich das Foto der Würzmischung einfach mal als Anregung genommen, diese Mischung selbst nachzubasteln. Als echter Gewürzfan habe ich alle Zutaten vorrätig gehabt. Grobe, harte Gewürze wie getrocknete Ingwer- und Gelbwurzknolle (gibt’s z.B. im Asia-Laden) habe ich grob in der Mulinette geschrotet, den Rest habe ich von Hand in einer herkömmlichen Gewürzmühle „durchgemöllert“. Zweimal, um genau zu sein. Da ich immer noch einige große Gewürzreste hatte, die durch die Handmühle geschlüpft sind, habe ich diese ausgesiebt, ebenfalls noch mal in der Mulinette klein gemacht und der Würzmischung wieder zugegeben.

Hier nun meine Mischung:

2 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
1-2 TL getrocknete Chilischoten (Menge nach persönlicher Vorliebe)
2 TL schwarze Pfefferkörner, ganz
1/2 daumengroßes Stück getr. Curcumawurzel (hatte mir mein Paps aus Sansibar mitgebracht)
2 TL Fenchelsamen
2 TL gemahlener Zimt
2 TL Gewürznelken
2 TL Koriandersamen, ganz
2 TL gem. Paprika, edelsüß
2 TL Anissamen
1 daumengroßes Stück getr. Ingwerwurzel
1 Vanilleschote, ganz (mit der Schere in kurze Stücke geschnitten)
2-3 TL grüne Kardamomkapseln, davon die Hüllen entfernt und nur die kleinen Samenkörner

(Beim Herrn Schuhbeck ist wohl noch getrockneter Knoblauch enthalten, aber den gebe ich beim Kochen lieber frisch dazu) Die Gewürze einfach zusammen vermahlen. Ich schwöre aufs Vermahlen von Hand, da ich mir vorstelle, dass die ätherischen Öle besser enthalten bleiben, als wenn ich alles mit hoher Geschwindigkeit mit den Schlagmessern der Mulinette atomisiere.

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Queste-Faktor:
Gewürzzusammenstellung: etwas abenteuerlich, das Vermahlen dauterte bei mir von Hand und mit nochmaligem Sieben gut eine Stunde, meine Handgelenke waren hinterher etwas lahm…
Glücksfaktor: immens, der Duft ist fantastisch und die Vorfreude aufs Kochen groß!

Johannisbeerkuchen vom Blech

Johannisbeerkuchen

Sommerkuchen, dezent mit Johannisbeeren belegt und daher auch von Johannisbeerverächtern für essbar befunden:

Zutaten (für ein tiefes Backblech):

Teig:
250 g Butter
250 g Zucker
5 Eier
2 cl brauner Rum
400 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
etw. gem. Vanille

Belag:
verlesene und ihren Stielen befreite Johannisbeeren (Menge nach persönlicher Vorliebe oder was ein Strauch und alles, was vom Nachbarn so rüberwächst, hergibt…)

Zubereitung:
Aus den Zutaten einen Rührteig bereiten, diesen gleichmäßig auf ein gefettetes und bemehltes Backblech streichen, mit den gewaschenen und verlesenen Johannisbeeren nach Gutdünken belegen und ca. 40 min. bei 175 °C (Umluft, vorgeheizt) goldgelb backen, auskühlen lassen und mit einem Guss aus Zitronensaft und Puderzucker bestreichen.

Zusatz: man kann die Mengen für den Teig auch halbieren und ihn mit Äpfeln belegen und in einer Springform backen, dann hieße er „Apfelkuchen, sehr fein“ und kommt aus der Versuchsküche des Dr. O. …

Queste-Faktor:
Zubereitung: einfach Rührteig rühren, mit Obst belegen – alles easy
Glücksfaktor: 2+, wenn man ihn bei Sommerwetter auf der Terrasse verspachteln kann, obwohl eigentlich Regen vorhergesagt wurde.

Farblich harmonisierendes Jerseykleidchen: Lavena von Schnittquelle – macht auch glücklich…

Zitronenzupfbrot

Zitronenzupfbrot … oder „lemon-pull-apart-bread“, wie es auch genannt wird, gab es am Feiertag diese Woche. Das hatte ich mir schon lange vorgenommen einmal zu backen. In „pikant“ kannte ich es schon, zum Beispiel mit Butter und Kräutern gewürzt. Nun also in „süß“, mit Butter, Zucker und Zitronenabrieb. Das Rezept habe ich von hier, wo es in amerikanischen „cups“ notiert ist. Ein amerikanisches Bechermaß habe ich zwar für meine Eisrezepte, fürs wiederholte Backen habe ich mir aber gleich die entsprechenden Mengen in Gramm aufgeschrieben. Es ist nämlich definitiv ein Rezept, das in den Fundus aufgenommen wird!

Zutaten:
400 g Mehl
60 g Zucker
140 ml Milch
1 Pack. Trockenhefe
1/2 TL Salz
4 EL Butter (= 55 g)
2 Eier
1/2 TL gem. Vanille

Füllung:
4 EL weiche Butter zum Bestreichen
4 EL Zitronenabrieb (bei mir Abrieb von 2 Bio-Zitronen)
120 g Zucker (kann ruhig weniger sein…)

Zitronen-Guss: aus Zitronensaft und Puderzucker habe ich mir gespart.

Zubereitung: Hefeteig bereiten (ich habe ihn über Nacht im kühlen Keller gehen lassen), morgens noch einmal durchkneten, ausrollen, mit der weichen Butter bestreichen und gleichmäßig mit Zucker und Zitronenabrieb bestreuen, der Länge nach teilen, die Hälften jeweils der Länge nach einmal umklappen und in Quadrate teilen, die aufrecht stehend in eine mit Backpapier ausgelegte Backform passen, mit dem Falz nach unten, dann noch mal etwas gehen lassen (ca. 30 min).

Zubereitung

Backen: 175 °C (bei mir vorgeheizt, Umluft), 40 min (die restl. 15 min abgedeckt, da das Brot bereits recht braun war)

Queste-Faktor:
Zubereitung: einfach, wenn Hefeteig zu den Standard-Rezepten gehört…
Glücksfaktor: definitiv – so zitronig-lecker wie es ist, schmeckt als süßes Frühstücksbrot, gab’s bei uns auch am Nachmittag zum Kaffee mit selbstgemachter „Brombeer-de-luxe“-Marmelade…