Alabama Chanin Shirt

Heute gibt es eine kleine Entstehungsgeschichte von meinem Alabama Chanin Shirt, denn …

… in die schönen Shirts und Kleider in der Reverse-Applique-Technik von Alabama Chainin habe ich mich bereits vor langer Zeit schock-verliebt. Auch einen Versuch des Selbermachens hatte ich früher schon einmal gestartet. Mit meinem ersten Versuch von 2011 bin ich jedoch grandios gescheitert und habe ihn recht schnell in die Tonne gekloppt (ohne etwas Tragbares produziert zu haben), weil: 1. doofes, olles Kauf-Shirt (allerdings mit gedoppelter Vorderseite), 2. zu dickes Stickgarn und 3. noch dickere Sticknadel (allerdings mit Spitze, aber trotzdem doof) – seht selbst:

Nun denn, nix desto trotz fand ich die Technik nach wie vor verlockend und die vielen schönen Beispiele, die man im Netz (neben dem Online-Shop von Alabama Chanin) findet, immer noch sehr schön!
So traf es sich hervorragend, dass es anlässlich der „Nähnderd-Klassenfahrt“ in Berlin am letzten Tag einen Handnähkurs gab, in dem Frau Machen statt kaufen und Frau Nahtzugabe alle Interessentinnen in die Geheimnisse der Reverse-Applique-Technik einführten. Es hat viel Spaß gemacht und es war toll, welch vielfältige und kreative Ergebnisse in so kurzer Zeit Gestalt annahmen! Voll angefixt von der Technik hatte ich dann auch die gut 3-stündige Heimreise mit der Bahn angetreten und mir die Zeit mit ein paar (Hand-) Sticheleien vertrieben…

Letzten Winter habe ich mich dann doch noch einmal daran gewagt, ein solches Shirt selbst zu machen. Ausgangsmaterialien waren ein wunderbar weicher, blauer Baumwolljersey, den ich für 12 €/m bei K*stadt erstanden habe, ein etwas dünnerer Jersey in „Sempf“ und mein aktueller Lieblingsschnitt. Das Muster (einige gibt es als gratis-PDF zum Downloaden hier) habe ich nur in halber Größe verwendet (was mehr verschiedene Musterdetails auf der Fläche bedeutet – die allerdings auch fisseliger zu umsticken sind…).

Die Schablone habe ich mir aus zwei zusammengeklebten Deckfolien von ausrangierten Schnellheftern geschnitten, was wirklich mühsehlig war. Dagegen ging das Schablonieren mit Stofffarbe (aus dem Bastelladen für dunkle Textilien) regelrecht fix! Die Farbe musste dann nur noch trocknen und durch Bügeln fixiert werden. Die beiden Stoffschichten habe ich mit Heftfäden verbunden, damit sich keine Falten bilden oder sich was verschiebt.

Gestickt habe ich mit einer normalen Nähnadel und dem Ziergarn von G*mann, das man auch für Jeans benutzen kann. Mir hat es gut gefallen, weil es nicht so zickt wie Stickgarn, trotzdem recht plastisch ist und einen schönen Glanz hat. Ich habe schnell gemerkt, dass das Muster besser wirkt, wenn man doch recht lange Stiche macht. Zu kurze Stiche machen mehr Arbeit und das Ergebnis ist nicht besser.

Das Sticken selbst hat mir doch recht viel Spaß gemacht. Es ist zwar sehr zeitaufwendig, aber man sieht ja augenblicklich das Ergebnis. Außerdem ist es ein schönes Gefühl, Stich für Stich aus einem popligen Jerseyshirt ein unverwechselbares Einzelstück zu machen, das ich mir – wenn ich es kaufen müsste – nicht leisten könnte. Für die Versäuberung von Ausschnitt (übrigens vor dem Zusammennähen erledigt) und der Ärmel habe ich wie bei den original Alabama-Chanin-Kleidungsstücken einen schmalen Jerseystreifen zugeschnitten und mit den dehnbaren Hexenstichen angenäht.

Und hier nun das Ergebnis…

Mehr selbstgenähte und mehr oder weniger verzierte Kleidung gibt es wie immer hier beim Me Made Mittwoch zu sehen.

Questefaktor:
Nähen: einfach – mein aktueller Lieblingsshirt-Schnitt, dieses Mal ganz ohne eingelegte Falten im Vorderteil und den Ausschnitt etwas verkleinert
Sticken: eine wirklich Herausforderung, für die man wirklich Geduld haben muss. Aber es lohnt sich, oder?
Glücksfaktor: definitiv – es ist schon etwas Besonderes an dem Shirt
Wiederholungsfaktor: der Schnitt wird bestimmt noch in der einen oder anderen Version genäht, die Reverse-Applique-Technik werde ich vielleicht noch einmal für eine Jacke verwenden. Mal sehen…

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Der Weihnachtsfrau-Pullover

Hier nun mit Fotos in der schönsten Frühlingssonne ein kleiner Nachtrag zum weihnachtlichen Anlass-Nähen. Zum letzten Weihnachtskleid-Sew-Along hatte ich mich gar nicht erst angemeldet. Ich hatte zum Jahresende irgendwie keine Zeit und Muße, als dass ich mich mit so etwas Aufwendigem wie einem Kleiderprojekt hätte befassen können. Nix desto trotz habe ich mir dennoch etwas für die Weihnachtsfeiertage nähen können: ein waschechtes Weihnachtsfrau-Oberteil!

Anlass dazu war das Stoffgeschenk von meinem Paps. Gewünscht hatte ich mir Jersey aus Naturfaser, gerne in Dunkelgrau, Weiß oder Bordeauxrot. Bekommen habe ich kuscheligen Plastik-Nicki in quitschigem Hellrot…

Nun gut. Mein Paps war letztendlich selbst nicht so glücklich mit seiner Wahl und empfahl mir, aus seinem Stoffgeschenk einen Fußsack zu nähen…

Nein, so weit wollte ich es nicht kommen lassen und habe den Stoff erst einmal schön ablagern lassen. So lange, bis ich die Eingebung hatte, noch einmal den schönen Shirt-Schnitt Nr. 103 aus Burda 5/2009 zu nähen. Letztendlich passen Stoff, Farbe und Anlass doch ganz gut zusammen – und ich habe das Shirt wirklich Heiligabend getragen. Und mein Paps, der zu Besuch war, hatte sich sehr gefreut, dass ich doch noch Verwendung für sein Geschenk von letztem Jahr gefunden habe. Und da die Weihnachtsfotos immer sehr schummerig und Fondue-Schwaden-umwabert ausfallen, hier nun aktuelle in schönster Frühlingssonne nach der Arbeit.

Mit diesem Shirt kann ich nicht wirklich beim Thema „Frühlingserwachen“ punkten, aber dafür gibt es sicherlich das eine oder andere frühlingshafte selbstgenähte Kleidungsstück hier beim MeMadeMittwoch zu entdecken.

Queste-Faktor:
Nähen: einfach, wenn man den SchnickSchnack mit der rückwärtigen Mittelnaht einfach ignoriert. Bei dieser Version habe ich die Faltenzahl im Oberteil auf eine (anstelle von zwei Falten) pro Seite reduziert. Soo viel Oberweite hat’s bei mir ja nicht
Glücksfaktor: ja, das Shirt gefällt mir und lässt mich an meinen Paps und seine wunderliche Stoffwahl denken
Wiederholungsfaktor: definitiv

Jersey-Shirt Nr. 103 aus burda 5/2009

Ich habe einen neuen Lieblingsschnitt für Jersey-Shirts:

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Mal wieder entdeckt in einer älteren burda-Ausgabe, die ich für einen Schnapp vom bekannten Internet-Auktionshaus ersteigern konnte.  Es ist quasi ein „oben-Fakewickel-mit-Taillenband-und-Rückenabnäher-Shirt“ und gefällt mir richtig gut. Genäht aus einem bedruckten Baumwolljersey von meiner beliebten online-Stoffquelle hier, der als Bio-Stoff ausgewiesen und zudem heruntergesetzt war. Ein wenig heftig bunt, aber mit schwarzer Strickjacke darüber durchaus auszuhalten…

Den Schnitt kann man als Shirt, aber auch als körperbetontes Kleid nähen, was sehr schön fotografiert ist. Beim Shirt habe ich mir die mittlere Rückennaht gespart. Für mich war es nicht ersichtlich, wozu die gut sein sollte – außer man würde einen Reißverschluss einnähen. Da diese Naht exakt gerade ist, ohne Formgebung, habe ich die Rückenteile ganz normal im Bruch zugschnitten. Neben der Arbeitsersparnis verbraucht man so zudem viel weniger Stoff.

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Was offensichtlich ist: der extrem große Ausschnitt – typisch für burda – sowie die vorderen Falten, die eigentlich für mehr Oberweite gedacht sind, als ich sie habe. Damit der Schnitt nicht ausleiert, wird in die vordere Ausschnittkante Vliseline-Formband eingearbeitet. Die Erfahrung zeigt, dass sich dies auch beim rückwärtigen Halsausschnitt gut macht.

Mir gefällt der Schnitt sehr sehr gut, weil er so schön auf Figur geht. Er wurde von mir bereits in einer weiteren Variante genäht, die bei mir unter „Weihnachtsfrau-Oberteil“ läuft. Ach ja, genäht in Gr. 40 mit ordentlich Zugabe für die ‚Kiste‘. Die Ärmel- und Saumlänge ist wie im Schnitt vorgesehen.

Mehr selbstgenähte Kleidung – sowie neue oder bekannte Lieblingsschnitte – gibt es wie immer hier beim Me Made Mittwoch zu bewundern.

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Questefaktor:
Nähen: wenn man auf die – meiner Meinung nach total überflüssige – Rückenmittelnaht verzichtet, recht flugs zu nähen
Glücksfaktor: ja, endlich mal ein Jerseyschnitt, der ein wenig Pfiff hat
Wiederholungsfaktor: definitiv, bereits die 2. Version genäht und die 3. in Vorbereitung – bei beiden mit weniger, bzw. ganz ohne die gelegten Falten im oberen Vorderteil

Retrokleid im Knitterlook: Robe Bleuet von Deer & Doe

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So, mein 3. Webstoffkleid ist fertig geworden. Am letzten Tag meines diesjährigen Sommerurlaubes.

Geliebäugelt hatte ich schon länger mit dem Schnitt: Robe Bleuet von Deer & Doe. Ganz verliebt war ich schon immer in die Schleife im Rücken…

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Einen Heidenrespekt hatte ich jedoch immer vor dem Kragen und der Knopfleiste mit den vielen Knopflöchern.
Das mit dem Knopfloch-Nähen hat meine Nähmaschine gut hinbekommen. Ich musste dabei eigentlich nur noch zugucken und aufpassen, dass die Spule mit dem Ober- oder dem Unterfaden nicht leer läuft. Der Kragen war dagegen schon frickeliger, da ich einen solchen noch nie genäht hatte. Ich glaube, ich habe ihn ganz gut hinbekommen. Hinten, unter dem Kragen, sind am Kragensteg ein paar Fältchen, die man aber zum Glück nicht sieht.

Anpassungen habe ich am Rücken vorgenommen – oben Weite rein- und unten rausgenommen – und am Vorderteil: dort habe ich den Brustpunkt etwas nach unten versetzt. Da ich brav zuerst geheftet hatte, haben die Anpassungen mit mir alleine vor dem Spiegel ganz gut geklappt. Jedenfalls hatten Mema und FraubunteKleider beim gemeinsamen Nähnachmittag nix zu meckern.
Das Kleid ist ein wenig länger als vorgesehen. Der Saum wird mit einem Beleg versäubert. Dafür hat mich der HaLiebste sogar „abgepüstert“. Was in der Anleitung nicht beschrieben war, ist, ob der Beleg noch gesondert befestigt wird. Ich habe ihn im Abstand von 6 cm zum Saumende noch einmal ringsrum festgenäht, was ich sehr gerne mag.
Ach ja: Taschen waren nicht vorgesehen – die habe ich (mal wieder) der Harriet geklaut. Die Knöpfe habe ich nicht bis oben zum Kragensteg verteilt – das ist mir einfach zu brav und zugeknöpft. Ich habe einfach den obersten Ausschnittknopf festgelegt und von da ab die Knöpfe nach unten verteilt. Diese sind übrigens aus gefärbter Steinnuss vom hiesigen Knopfdealer in der Innenstadt, wo ich auch sehr nett beraten wurde.

Insgesamt finde ich das Endergebnis ganz nett – retro, schlicht aber durchaus mit ein wenig Schick… Die „Puffärmel“ sind für mich allerdings arg gewöhnungsbedürftig. Insgesamt ist das Tragegefühl ist sehr schön, da ich einen recht dünnen, luftigen Baumwollstoff verwendet habe, der wahrscheinlich eher für Blusen gedacht ist (er ist übrigens viel dunkler als er auf den Fotos wirkt: eher ein dunkles grau-blau – und furchtbar schlecht zu bügeln, wie man sehen kann…). Schön ist, dass selbst der HaLiebste sich mit dem Retro-Charme des Kleides anfreunden kann. Und das will doch was heißen!

Damit verabschiede ich mich zum Me Made Mittwoch, wo es noch viel mehr selbstgenähte Kleidung – mit oder ohne Retro-Charme – zu bewundern gibt.

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Queste-Faktor:
Nähen: Vor dem Webstoff und den Prinzessnähten habe ich mich ehrlich gesagt etwas gegruselt. So viele Anpassungen habe ich bisher noch nicht gemacht, als dass ich mich mit einem Webstoffschnitt sicher fühle. Aber mit dem Heften vorab hat es ganz gut geklappt. Die Nähanleitung (wahlweise auf Französisch oder Englisch) ist ein wenig rudimentär. Ich habe meine Nähbücher hinzugezogen und ein wenig im Web recherchiert, wie man einen ordentlichen Hemdenkragen näht.
Glücksfaktor: ja, ich freue mich, das ein tragbares Kleid herausgekommen ist. Mal gucken, wie es sich bewährt.
Wiederholungsfaktor: hm, vielleicht noch mal ohne Ärmel? Oder diese ohne das „Gepuffe“? Mal sehen.

Rosa Tüllshirt mit Knoten

Titel

Als Nähanfängerin ist man ja gänzlich unbeleckt, was Stoffe betrifft. Besteht dann auch noch die Möglichkeit, nach Herzenslust im Internet Stoffe zu bestellen, öffnet dies Türe und Tore für Materialien, die man sonst weit von sich weisen würde…

Wie zum Beispiel Wirktüll…
In Rosa…
Aus 100 % Plaste und Elaste…

Tüll! Rosa! Plastik! Eigentlich nicht so meins. So aber nun einmal geschehen. In der Anfangszeit meiner Online-Stoffkäufe. In das Muster und in die Machart hatte ich mich sofort verknallt: mit Ornamenten, in sich dezent durch Struktur gemustert, ein wenig romantisch, mädchenhaft, märchenhaft… Und gar nicht so teuer – von hier (oder war’s von hier? Ist schon lange her).

An diesen inzwischen gut abgelagerten Stoff hatte ich mich letztens wieder erinnert, als mein aktuelles Nähprojekt (Dress Bleuet) ins Stocken geriet, weil der HaLiebste nie zum Saumabpusten abkömmlich war.
Hinzu kam, dass ich furchtbar gerne in den alten Burdas blättere. Auch gerne abends vorm Einschlafen, statt Krimi. Und so bin ich in der Burda 03/2007 auf ein Shirt mit 3/4-Ärmeln aufmerksam geworden, dessen Oberteil über der Brust geknotet wird. Zu nähen aus bi-elastischem Jersey oder: aus elastischem Wirktüll.

Burda_03_2007

Also das Schnittmuster schnell abgepaust und zugeschnitten. Da ich meine ersten Nähversuche mit Jersey gemacht habe, bin ich relativ unerschrocken oder geduldig, was „schwierige“ Stoffe betrifft. Eben solche, die total formlos über Tisch und Nähmaschine schlabbern… Mit entsprechender Ruhe und vielen Stecknadeln habe ich die Teile halbwegs gebändigt bekommen. Einzig die Ausschnittverarbeitung gegen das Ausleihern mit dem Vlieseline-Formband war etwas frickelig und zeitaufwändig. Hat dann aber doch geklappt:

Ausschnitt

Herausgekommen ist ein neues Lieblingsshirt, das aufgrund des tiefen Ausschnitts und der Transparenz nur mit Unterziehshirt tragbar ist, mir aber sehr gut gefällt: Größe, Schnitt, Farbe & Form finde ich einfach klasse. Und ich hätte es nienienienie so irgendwo im Laden kaufen können, da bei Kaufkleidung entweder meine Schultern oder die Kiste nie in die Standardmaße rein passen.

Es passt auch ganz gut zur aktuellen Witterung: nicht wirklich richtig Sommer, aber auch nicht ganz kalt. Und so geselle ich mich mit meinem neuen Shirt in Reihe der anderen Nähafficionadas hier beim MeMadeMittwoch ein.

Burda_Knotenshirt2Queste-Faktor:
Nähen: Wirktüll (oder Mesh?) ist nicht ganz einfach zu nähen. Man muss geduldig sein. Und mit dem Ärmeleinsetzen stehe ich nach wie vor auf Kriegsfuß. Ich habe auch hinten an der Schulter formidable Falten fabriziert – trotz Einreihfaden. Ehrlich: ich hab’s noch nicht so richtig raus mit den Ärmeln. Zieh das Shirt aber trotzdem an. So! Ach ja: Ich habe es ca. 10 cm länger gemacht als im Schnitt angegeben. Ansonsten ist das Schnittmuster aber recht anfängerfreundlich.
Glücksfaktor: yepp! Selbstgemacht. Passt. Einfach schön.
Wiederholungsfaktor: hm, mal sehen, ob es auch aus Jersey genäht so nett aussieht.

Schoenseh_OhrringAch ja: passende Ohrringe habe ich auch – von hier. Julia von Trés Julie näht nicht nur wunderschöne Kleidung, sondern macht auch tollen Schmuck.

Projekt Brot und Butter #4: Finale

So, bevor das Linktool zum Sew Along schließt, hier meine gesammelten Brot- und Butter-Nähwerke:

Projekt Brot und Butter_Shirts

Als Nähschnecke habe ich innerhalb von 3 Monaten 5 Oberteile geschafft. Da ich häufig mit Frust und Unlust von der Arbeit komme, kann ich mich abends oft nur schlecht aufraffen und etwas Produktives schaffen. Um so schöner, dass ich durch den Sew Along einen Anreiz hatte, mich zusammenzureißen und an die NähMa zu setzen.

Von meinen Plänen habe ich die Hälfte umsetzen können: 3 Auxerres und 2 Ajaccio-Shirts sind es geworden.

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Mit 60 % der Nähergebnisse bin ich sehr zufrieden, zwei Shirts sind so lala… Zum einen das weiße Auxerre, das seltsame Falten oben an meinen Speckärmchen produziert, so dass ich mir jede weitere Gestaltung oder Verzierung gespart habe und beim roten Ajaccio habe ich hinten an den Ärmeln ebenfalls formidable Falten genäht. Aber als Kombi-Partner mit etwas darüber kann man die Shirts doch ab und zu tragen.

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Mit den sonstigen Auxerres bin ich sehr zufrieden. Der graue Ausbrennerjersey mit den Samtrosen darauf hat etwas Stand, so dass ich dem Shirt hinten noch zwei Rückenabnäher spendiert habe. Der Jersey vom braun-goldenen BlümchenAuxerre fällt dagegen sehr labberig, ebenso wie der blau gepunktete Ripp-Jersey vom 2. Ajaccio-Shirt, der schon beim Nachthemdfahrradkleid seine Schlabberqualitäten bewiesen hat.

Nix desto trotz kann ich jetzt meine Garderobe durch ein paar mehr selbstgenähte Shirts aufstocken, die ich sehr gut in meinen Alltag integrieren kann. Mein Dank geht an 700Sachen für die nette Idee samt Sew Along dazu! Ohne diesen hätte ich mich nicht aufgerafft, Shirts in „Massennähweise“ zu produzieren.

Und zu welchen Ergebnissen die anderen Brot&Butter-SewAlongnistas gekommen sind, gibt es hier in der Linksammlung von 700Sachen zu sehen.

Queste-Faktor:
Nähen: dank zunehmender Erfahrung und der Tutorials bin ich mit den ‚Knackpunkten‘ ganz gut zurecht gekommen. Nach wie vor finde ich die „Spitze“ beim Ajaccio schon irgendwie „tricky“ und nähe immer ein kleines Loch, aber das kann man gut mit ein paar Handstichen zunähen. Zum ersten Mal habe ich mit meiner neuen NähMa das Nähen mit der Zwillingsnadel ausprobiert und bin begeistert (allerdings weniger darüber, dass es anschließend so viele Fäden zu vernähen gilt…).
Glücksfaktor: virtuelle Nähkränzchen finde ich sehr motivierend und die Ergebnisse machen mich doch recht glücklich.
Wiederholungsfaktor: definitiv. Ich brauche noch Shirts in Weiß, in Schwarz und sowieso habe ich zuviele gemusterte Jerseys ‚auf Halde’…

Zum Auxerre-Tutorial geht es hier entlang…
Wie man das Kleid Ajaccio näht, wird hier gezeigt…

PS.: Lieben Dank auch an Froken Nordlys für die schöne Bändchen-Spende, die noch für einige Ajaccios reicht!
🙂

AnNÄHerung, die dritte

Was macht man, wenn der Januar schon gestartet ist, aber man mit dem neuen Jahr noch etwas „fremdelt“? Ganz klar, man sucht sich etwas, das dem Jahresbeginn ein wenig Zauber verleiht und ein paar Glücksmomente schenkt, die hoffentlich noch lange anhalten und einen über die nächsten grauen, kalten und regnerischen Wintermonate tragen. Etwas mit netten Gesprächen, neuen Erkenntnissen und Horizonterweiterungen und ganz viel Nähnerdflausch. Sprich: die AnNÄHerung in Bielefeld!

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In weiser Voraussicht (und weil es soooo schön ist), hatte ich rechtzeitig meine Anmeldung einreichen und bis zu dem Wochenende alle Erkältungsviren erfolgreich in Schach halten können. Und so konnte ich von Freitag Abend bis Sonntag Mittag mit 37 netten Mitstreiterinnen gemeinsam in der Bielefelder Jugendherberge von morgens bis abends nähen und an meinem ‚Herzensprojekt‘ arbeiten. Etwas, was so überhaupt nicht zu mir und meinem Alltag mit viel Fahrrad fahren passt: einen Maxi-Rock, und zwar „Fumeterre“ von Deer & Doe.

(Wobei: aus wasserabweisenden Outdoor-Stoff genäht, könnte ich ihn im Fall einer Fahrradpanne als Notzelt benutzen…). Mein Zweitprojekt für die ambitionierte Nähschnecke habe ich nicht mehr anfangen können: die Bluse „Aster“ von Colette Patterns – die hole ich sicherlich einmal nach.

Bewährt und auch dieses Mal dabei: die Projekt-Wand mit vielen tollen Inspirationen:

Projektwand

Die klassische Mischung aus konzentriertem Arbeiten, Hand- und Maschinennähen, Fachsimpeln und viel gegenseitiger Unterstützung:

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Profis nähen zum Abend hin vermehrt mit „Näh-Beschleuniger“:

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Die Abschlusspräsentation dieses Mal in bunter Projekt-Zusammenfassung: Mäntel und Jacken, Kleider, Hosen, Oberteile, Röcke. Es gab sogar die Kategorie „Näh-Streber“ – nämlich Teilnehmerinnen, die mehr als 3 Teile genäht haben… (als echte Nähschnecke komme ich angesichts solch‘ Produktivität aus dem Staunen nicht heraus!):

AbschlussPraesentation

Mein Rock ist sogar fertig geworden. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Zumal mich meine Nähnachbarin, Frau Wildnaht, am Samstag Abend, als ich schon nicht mehr geradeaus gucken konnte, durch die Bedienungsanleitung für die Knopfloch-Funktion geführt hat. Nach 4 Probe-Knopflöchern konnte ich meinen neuen Rock mit 11 wunderschönen Knopflöchern schmücken.

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Wie man die „Mantel-Automatik“ freischalten kann (sprich: Stoff auf die NähMa werfen, Automatik aktivieren, fertigen Mantel hervorziehen), hat sich uns leider nicht erschlossen. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass man erst 2 Jahre und ca. 150 Knopflöcher genäht (oder 500 Bonuspunkte erzielt) haben muss, bevor diese Funktion auf dem nächsten Level frei geschaltet wird.

So gut mir mein Rock gefällt, so unzufrieden bin ich mit dem Schnittmuster. Die Änderungen habe ich bei meinem Beitrag zum Me Made Mittwoch hier beschrieben. Doch genug Gemecker: hier nun noch schnell ein Rock-Foto aus dem verschneiten Garten – in superschicken Filzlatschen…

Rock

Mein ganz großer Dank geht an die drei Organisatorinnen des wunderschönen Näh-Wochenendes: Susi, Alex und Miriam – es war wieder ein tolles Wochenende! Und mehr Berichte dazu gibt es hier zu lesen.

 

Queste-Faktor:
Nähen: auf etwas beengtem Platz aber mit sehr viel Nähnerd-Flausch und netten Gesprächen! Nicht zu vergessen: die gegenseitige Hilfe, die mich gerade beim Knopfloch-Nähen mächtig nach vorn gebracht hat…
Glücksfaktor: definitiv! Es war sehr schön!
Wiederholungsfaktor: Hoffentlich!