Das wäre mein Projekt gewesen…

… zur AnNÄHerung 2015.

Nun isse ja rum, jetzt kann ich’s ja zugeben, dass das nix geworden ist, mit meinem Nähvorhaben „Traumregenmantel“. Den Wunsch danach habe ja schon seit dem Herbstjacken Sew Along. Als Jeden-Tag-Radlerin (in einer sehr verregneten Stadt) bin ich auf wetterfeste Kleidung angewiesen und daher notgedrungen Funktionsjacken-Dauerträgerin.

Nachdem ich aber so viele gut gekleidete Frauen kennen lernen durfte, möchte ich jetzt auch mal was Schickes auf dem Rad! Meine erste Wahl war ja McCall 6800. Doch bei genauerer Betrachtung sind die vielen Teilungsnähte nicht wirklich praktisch, da sie trotz Nahtdichtband oder sonstiger Versiegelung ein unüberschaubares Potenzial von Undichtigkeit bergen. Also habe mein Vorhaben geändert und mir Butterick 5966 als Grundschnitt ausgesucht – 4 Teilungsnähte weniger (ja, ich weiß: es sind noch genügend übrig…), ebenfalls ausgestellt, mit Stehkragen und wie ich finde: sehr kleidsam. Allerdings sollte mein Traumregenmantel schon ein paar wunschgemäße Besonderheiten aufweisen:

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  • Lüftungsschlitze unter den Armen
  • Zweiwege-Reißverschluss
  • Langer Schlitz hinten (damit ich beim Auf- und Absteigen nicht am Sattel hängen bleibe)
  • Verstellbare Ärmelsaumweite
  • Extra-Feature: Rückenbelüftung
  • Innentaschen für Kröten, Handy und anknöpfbare Kapuze
  • (Pelerine???)
  • oh –  Extra-Bewegungsfalten im Rückenteil (die rechts und links an den Schultern, ich weiß nicht, wie man sie nennt, nur wie sie aussehen) wären noch oberklasse! Aber als Anfängerin ist meine Couture dafür noch nicht hoch genug…

Die erste Krux bei Butterick sind: geteilte Mantelärmel. Da gibt es keine Mittelnaht, die in die Seitennaht übergeht und die Möglichkeit eines Lüftungsschlitzes mit sich bringt. Also Rat gesucht und und aus einem zweiteiligen einen einteiligen Ärmel konstruiert. Mit Regenjackenärmel verglichen und für gut befunden. Extra Zugabe für Unterarmreißverschluss/-Lüftung (wie auch immer verschlossen: mit Klett, Druckknöpfen oder was auch immer…) ebenfalls noch bedacht und drangebastelt.

Aermelkonstruktion

Als nächstes war der Rückenschlitz dran. Mit dem bin ich irgendwie besser klar gekommen, auch wenn ich noch nie einen genäht habe. Die Konstruktionsüberlegungen haben zu diesem Zeitpunkt allerdings schon ein wenig darunter gelitten, dass ich mein Gehirnschmalz schon fast komplett für die Ärmelkostruktion verbraucht habe – da musste Nervennahrung her!

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Mein für wenig Geld erstandener Probestoff hat auch gereicht.

Nur –

es gefällt mir noch nicht! Der Ärmel ist zwar so ganz ok, aber zum Radfahren fehlt mir die Bewegungsfreiheit. Da muss ich noch mal ran. Wahrscheinlich sind Raglanärmel besser, wenn auch weniger schick. Vielleicht konstruiere ich mir als nächstes zum Butterick-Unterteil ein Raglan-Oberteil… Etwas anderes fällt mir im Moment nicht ein. Stoff ist zum Glück (in gewissem Maße) geduldig…

IMG_1103Der Probemantel.