WKSA 2015: Finale – das wird ein Fest!

Es ist geschafft: das Kleid Harriet aus der La Maison Victor und ich haben uns zusammen gerauft und ich kann nach einem abendlichen Näh-Marathon gestern heute ein (fast) fertiges Kleid präsentieren. Die einen oder anderen Handstiche muss ich noch machen und betreffen vor allem den Ausschnitt vorn, bei dem die mittleren Ausschnittnähte noch nicht ganz geschlossen sind und den Reißverschluss, der am Hals noch komische Anstalten macht. Aber da ich noch Fotos bei Tageslicht haben wollte (wie man sieht, schön überbelichtet), müssen diese „Unpässlichkeiten“ eben mit aufs Foto:

WKSA_Harriet_bearb

Fast hätte sich Harriet selbst von der Gästeliste am 24. gestrichen. Beim Ärmeleinsetzen – vor dem es mir sowieso immer graut – habe ich prompt beim ersten Ärmel vergessen, die Unterfadenspule zu wechseln. Nachdem ich ca. 3/4 des Ärmels eingenäht hatte, fiel mir auf, dass ich die Unterseite schön brav mit dem weißen Heftfaden genäht habe (aaaarrrrgghh!). Nun, ein Gutes hatte es: das Trennen ging dank des weißen Fadens recht fix…

IMG_2763

Als nächstes ist es mir mehrfach gelungen, formidable Falten in den Ärmel einzunähen. Auf der Oberseite sah alles immer top aus, aber auf der Rückseite hatte ich hier und da Stoff miteingenäht, der da sicherlich nicht hingehörte. Im Murksnähen könnt‘ ich Kurse geben…

Den Saum habe ich wie geplant mit einem Schrägband versäubert, da mir die Rocklänge zum Einschlagen und Umnähen zu kurz geworden wäre. Schön meiner „inneren Inge“ folgend, habe ich das Band dann von der Rückseite mit Handstichen angenäht.

IMG_2760

Ich bin relativ zufrieden mit meinem Weihnachtskleid. Der Halsausschnitt hinten steht manchmal etwas ab. Wahrscheinlich hätte ich eine Stütznaht nähen sollen, wie die Anleitungen von Simplicity das immer vorsehen. Nächstes Mal bin ich schlauer.

WKSA_finale_bearb

So, jetzt gehe ich mal gucken, wie es beim großen Weihnachtskleid-Finale aussieht und ob ich noch die eine oder andere „Harriet“ entdecken kann. Ich wünsche allen hier schon einmal entspannte und fröhliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Queste-Faktor:
Nähen: Die Anleitung im La Maison Victor war gut verständlich und die einzelnen Schritte schön bebildert. Beim Halsausschnitt habe ich vorn die Rundung etwas tiefer gemacht und den Brustpunkt versetzt. Die Größenanpassungen im Schnitt habe ich bereits beim Abzeichnen der einzelnen Teile gemacht und mich von Größe 36/38 über 38/40 bis zu Größe 40/42 von oben nach unten gearbeitet. Ich bin ganz zufrieden damit. Für die Kiste musste ich die Seitennaht noch etwas nach außen setzen, aber das ist im Rahmen…
Glücksfaktor: Sew-Alongs machen mir prinzipiell Spaß, da es mich sehr motiviert, im „virtuellen Rudel“ zu nähen. Zwischenzeitlich hat mich die Harriet doch ziemlich Nerven gekostet, da ich relativ viel „Murks“ fabriziert habe. Aber im Endeffekt gefällt mir mein Kleid ganz gut und ist sicherlich auch zu anderen Anlässen tragbar.
Wiederholungsfaktor: Im Prinzip ja, vielleicht mit einem Stoff, der etwas mehr Stand hat.

WKSA 2015 #4: Harriet und ich – es geht voran

Upps – irgendwie bin ich jenseits von Zeit und Raum und dachte, der nächste Zwischenstandsbericht zum Weihnachtskleid Sew Along wäre erst am 4. Advent dran. Das kommt davon, wenn man sich am Wochenende intensivem Weihnachtsmarkt-Tourismus zum allerschönsten, mir bekannten Weihnachtsmarkt hingibt… Nur gut, dass das Link-Tool noch länger geöffnet ist. So kann ich mit meinem minimalen Fortschritt noch hinterher kleckern.

Heute geht es um folgende Themen:
– Fertig. Mit Kleid 1, 2 und 3. Jetzt kann ich noch ein Jäckchen stricken, eine passende Tasche nähen und die letzten Weihnachtskekse backen. (Ha! Hahahahahaha…)
– Puh, ich habe die knifflige Stelle gemeistert und bin wahnsinnig stolz auf mich. Nie hätte ich das gedacht. (Yes!)
– Jetzt aber los. Die letzten Geschenke besorgen, das Weihnachtsmenü planen und natürlich noch das Kleid säumen. (ja, schön wär’s)

Ich gehöre eindeutig zu den „Kniffelige-Stelle-gemeistert-Kandidatinnen“… Und zwar (tadaaaah!): ich habe mit meiner neuen Nähmaschine und überhaupt das erste Mal mit dem Spezialfuß für nahtverdeckte Reißverschlüsse einen selbigen in mein Nähprojekt eingenäht (konnten mir alle bis hierhin folgen?). Ging sogar ganz gut.

Hier die Methode, die ich mir im Nähcafé abgeguckt habe, als mir die Schneidermeisterin mangels passendem Nähfuß zu meiner alten Singer den Reißverschluss beim Cambie eingenäht hat:

Reissverschluss_annaehen

Erst die eine Seite des Reißverschlusses annähen, Reißverschluss schließen, dann die Höhe des Taillenbands auf der noch nicht festgenähten Seite mit Knipsen markieren, Reißverschluss auf dem andereren Rückenteil anlegen und die Knipse im Bereich des Taillenbandes ausrichten. Von dort dann zunächst nach unten nähen. Und dann noch mal extra von der Mitte (Taillenband) nach oben – die beiden Teile des Taillenbandes müssten dann ohne Höhenversatz recht perfekt ausgerichtet sein …

Und was ich auch noch nie gemacht habe: zum Gucken, ob alles passt, habe ich geheftet: die Seitennähte und die Ärmel – schön mit weißem Nähgarn und groooooßen Stichen. Ja, im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden mit meinen, im Vorfeld vorgenommenen, Schnittanpassungen. Ein wenig werde ich die Seitennähte noch korrigieren, aber ich glaube, ich bin auf einem guten Weg.

IMG_2755

Den Rocksaum werde ich knappkantig mit irgend so einem Band verstürzen müssen, da er mir zu kurz ist, als dass ich mich mit einem eingeschlagenem Saum richtig wohlfühlen würde. Nächstes Mal weiß ich Bescheid und gebe einfach noch ein paar Zentimeter dazu.

So, und hier nun der geheftete Zwischenstand, ohne Belege und ohne umgenähte Ärmel, die da noch recht formlos herum hängen, abends nach der Arbeit bei schummrigen Lampenlicht. Anders geht’s bei mir im Winter leider nicht.

gehefteter Zwischenstand

Und nun gucke ich mal, wie weit die anderen Sew-Alongnistas sind und was meine „Harriet-Mitstreiterinnen“ so machen – hier, beim Me Made Mittwoch.

WKSA 2015 #3: Zwischenstand beim Kleid „Harriet“

IMG_2742

Beim 3. Treffen des virtuellen Weihnachtskleid-Nähkränzchen geht es um den Zwischenstand: Probemodell, Passformprobleme oder den Aufgalopp zum 2. und 3. Kleid – für diejenigen, die solch einen Sew Along auf einer Pobacke absolvieren…

Hm, dazu gehöre ich nicht. Nach wie vor ist fast jedes Nähprojekt noch immer spannend für mich und alles andere als Routine. Ich bin eben eine Nähschnecke und ohne viel Erfahrung, Kurs und Anleitung durch jemand anderen muss ich mir viele Sachen selbst hinklamüsern. So auch bei meinem diesjährigen Weihnachtskleid-Projekt, dem Kleid „Harriet“ aus der La Maison Victor.

Nach dem Abpausen der Schnittteile auf Malerfolie hab ich die Teile für das Oberteil probehalber mit Stecknadeln zusammengesteckt und angehalten. Im Großen und Ganzen war ich mit den abgepausten Größen ganz zufrieden – wobei ich mich darüber wundere, wie klein die Größenzuordnungen ausfallen: vom Oberteil zur Taille bis zum Rockteil habe ich mich von Größe 36/38 über 38/40 bis Größe 40/42 vorgearbeitet. Außerdem habe ich bei den Prinzessnähten vorn den Brustpunkt um 2 cm versetzt (ihr wisst schon, in welche Richtung…). Eine Anleitung hatte ich dafür nicht – ich habe es durch Schnittteil anstarren und grübeln hinbekommen (- was vom einen Teil weggenommen wird, muss beim anderen wieder hinzugefügt werden… oder so ähnlich).

Mit der Anleitung bin ich bislang gut zurecht gekommen – alles 1a bebildert und beschrieben. Großen Respekt hatte ich vor den Ziernähten, mit denen die Prinzessnähte, das Taillenband und die Rockbahnen abgesteppt werden. So etwas hatte ich bisher nur bei einem einzigen Projekt, meinem Cordrock versucht, und dort auch nur für wenige Zentimeter auf den Taschen. Was, wenn ich da großen Kokolores veranstalte und alles krumm und schief wird?

Zum Glück hatte ich mal in der Nähnerd-Gemeinde auf einem Blog gelesen, dass das Absteppen gut mit einem Blindstichfuß funktioniert, bei dem die Führungsschiene in der Nahtrille läuft und man schön gleichmäßig mit entsprechend eingestellter Nadel links oder rechts daneben Nähte wie aus dem Bilderbuch fabriziert. Mit meiner alten Singer aus den 70ern hätte ich das mangels Füßchen nicht hinbekommen. Da ich aber in der Grundausstattung meiner neuen NähMa ein solches Füßchen gefunden habe, habe ich die Aufgabe ganz gut meistern können. (Ich bin sogar ein wenig begeistert, wie toll die abgesteppten Nähte aussehen…!)

nice_topstiching

Mit dem Vorder- und dem Rückenteil bin ich soweit durch. Aktuell fehlen mir noch der Reißverschluss, die Seitennähte, Halsbelege, Ärmel und die Säume, aber das bekomme ich in den nächsten 2 Wochen sicherlich auch noch hin. Vorausgesetzt, ich fabriziere mit dem extra angeschafften Fuß für nahtverdeckte Reißverschlüsse nicht noch einmal so einen Murks wie den, der sich auf dem Bild unten bereits abzeichnet. Profis erkennen, warum ich den heutigen Abend mit Auftrennen des gesamten eingenähten Reißverschlusses verbracht habe. Und für alle anderen habe ich den Rat: „Nicht nachmachen – ganz großer Fehler!“ Aber aus Fehlern wird man klug – auch beim Nähen.

Reißverschluss

Wie die Fortschritte der anderen Weihnachtskleid-Sew-Alongnistas aussehen, geh‘ ich gleich mal beim aktuellen virtuellen Nähkränzchen beim Me Made Mittwoch gucken.

WKSA 2015 #2: Schnitt und Stoffvorstellung

IMG_2679

Heute geht es beim 2. Treffen um die Schnitt- und Stoffvorstellung. Und wie man am Bild oben schon sieht: Ich habe mich kurzfristig umentschieden, nachdem ich mit dem „Kleinen-Schwarzen“-Gratis-Download-Schnitt von GMK (seine dämlichen Kommentare bei „Geschickt eingefädelt“ einmal dahin gestellt) und mit dem einen Titelkleid „Harriet“ der aktuellen „La Maison Victor“ geliebäugelt habe.

Im Großen und Ganzen sind das Kleiderschnitte, die es in ähnlicher Art schon in X-Versionen in der Burda gab. Allerdings habe ich keine Lust mehr gehabt, meine ganzen Hefte zu durchforsten. Also habe ich mir das erste Mal die LMVictor gekauft.

Man kann gleich den passenden Stoff für rund 40 Euro bestellen. Allerdings hätte man dann ein Kleid von vielen ähnlichen. „Och nööö!“, dachte ich mir. Also habe ich mir die Stoffzusammensetzung angeschaut und dann beim roten Faden einen beerenfarbenen Crepe-Stoff in ähnlicher Zusammensetzung bestellt. Dieser ist relativ dünn, fällt aber sehr schön. Ich glaube, der Originalstoff ist „wolliger“. Nun gut, ich versuch’s. Der Schnitt ist zumindest schon mal komplett auf Folie kopiert – ich hoffe, ich komme mit den Größenangaben der LMV klar. Ich habe ja noch keine Erfahrung, wie die Schnitte (im Vergleich zu burda) ausfallen.

WKSA_2

Mit der Kleiderwahl bin ich ja nicht ganz alleine, was ich auch ganz witzig finde. So kann man sich vielleicht ganz gut austauschen, wenn es ‚tricky‘ wird.

Noch mehr Weihnachtskleid-Aspirantinnen mit ganz vielen schönen Kleiderschnitten und noch schöneren Stoffen finden sich hier beim MMM (ausnahmsweise mal am Wochenende).

Weihnachtskleid Sew Along 2015 #1

WKSA_Kleid_2014

Und da isser wieder: der Weihnachtskleid Sew Along! Nachdem ich letztes Jahr erfolgreich mein allererstes Weihnachtskleid zusammen gebastelt hab (s.o.), möchte ich dieses Jahr wieder mitmachen. Das virtuelle Nähkränzchen ist unheimlich motivierend für mich und der Zeitplan meistens gut zu schaffen. Ich freue mich!

Eigentlich habe ich seit dem letzten WKSA gut abgelagerten Stoff auf Vorrat. Das war meine Weihnachtskleid-Reserve, falls Modell Nr. 1 nix werden sollte…

Streifenstoff_rot

Wobei ich auch mit vielen Modellen liebäugele – leider nicht immer wintertauglich.

IMG_2659

Und schöne Stoffe habe ich auch auf Halde:

weißer_GlitzerstoffKarostoffStreifenstoff_grauSo, keine Ahnung, was es werden wird. Es ist ja noch ein wenig Zeit. Außerdem hoffe ich, dass ich genügend Gelegenheit zum Nähen finden werde, denn es müssen ja auch Plätzchen gebacken und Weihnachtseinkäufe erledigt werden. Aber zum Glück bin ich ja nicht allein; mehr Weihnachtskleid-Sew-Alongnistas gibt es hier beim MMM zu entdecken…

Weihnachtskleid Sew Along – Finale

So, es ist geschafft – es ist fertig geworden! Für mich wird es dieses Jahr eine Premiere sein, Weihnachten das erste Mal in einem selbstgenähten Weihnachtskleid zu feiern und ich danke Dodo und Frau Kirsche für die virtuelle Betreuung dieses Sew Alongs, ohne den ich das nicht geschafft hätte!

Stern

Das Kleid zu nähen war für mich schon ein Wagnis. Der Jacquard-Stoff war mit knapp 21 €/m bisher der teuerste, den ich mir je gegönnt habe und anfängermäßig habe ich natürlich auch kein Probekleid gemacht sondern mutig drauflos genäht. Hat aber geklappt, wie ich finde.

Ansicht

Die „Puffärmel“ waren schon ein Abenteuer. Aber sie gefallen mir richtig gut und geben dem Kleid das Besondere. Es ist halt ein echtes „Anlasskleid“ und ich hoffe, noch ein paar Gelegenheiten zu finden, zu denen ich es anziehen kann.

Teilansicht

So, ich gehe gleich mal hier im Finale des Sew Alongs gucken, wie es bei den anderen so aussieht und ich wünsche allen an dieser Stelle schon mal fröhliche Weihnachten und schöne, festliche und erholsame Feiertage voll Lichterglanz und Weihnachtszauber!

Queste-Faktor:
Nähen: relativ unproblematisch und auch für mich als Anfängerin zu bewältigen. Dank des super-stretchigen Jacquard-Stoffs werden  Passformfehler großzügig weggezuppelt. Zugeschnitten habe ich das Oberteil in Gr. 38, die Ärmel in 40 und rund um die „Kiste“ in XL, was ich dann selbst an mir abgesteckt habe. Ach ja: den Reißverschluss an der Seite habe ich einfach weggelassen…
Glücksfaktor: ja! – mein erstes Kleid mit so vielen Abnähern und Nähten macht schon ein wenig stolz. Und glücklich. Es gefällt mir gut und versetzt mich in kribelig-freudige Feierstimmung.
Wiederholungsfaktor: mal gucken. Es ist eher ein „Anlass-“ als ein „Alltagskleid“. Und davon brauche ich (auch) nicht so viele. Vielleicht nähe ich es mal als „kleines Schwarzes“.

WKSA #5: die „Puffärmel“

Nachdem ich zum letzten Termin geschwänzt habe (mangels „Wirkfutter“, das ich hier bestellt habe und auf das ich noch warten musste und durch Weihnachtsmarkttourismus in meine und Heinrich des Löwens alte Heimatstadt zum allerschönsten und leckersten Weihnachtsmarkt), hier noch die letzten Fortschritte meines burda „Puffärmelkleides“.

Auf einen Reißverschluss werde ich ganz anfängermäßig verzichten – ich komme auch so rein und ohne Spezial-Equipment ist es für mich zu schwierig. Da auch das Wirkfutter (leider 100 % Plaste & Elaste) sehr dehnbar ist, klappt dieses Vorhaben recht gut.

Die Ärmel sind zunächst wirkliche „Monster“. Total unförmig im Zuschnitt.

IMG_0929

Sewonista, die das Kleid ja bereits genäht hat, hatte mich gewarnt, dass da wirklich viel Stoff auf mich zukommt. Und sie hat recht: Die Ärmel werden komplett gefüttert, erhalten diese seltsamen Falten, die für den „puffigen“ Effekt verantwortlich sind und eingesetzt in den Ärmel komme ich dann stellenweise auf 4 Lagen meines Superstretch-Jacquardstoff (der nicht gerade dünn ist) und dann die Lagen von dem (zum Glück dünnen!) Wirkfutter, mit dem alles gedoppelt ist: also 8 Lagen!

Aermel_burda_Kleid

Der erste Ärmel ist drin. Da ich seitlich unter dem Ärmelloch die Naht ca. 1 cm nach innen versetzt habe, muss ich den Ärmel etwas einhalten (bäh – mangels Näherfahrung immer Glückssache bei mir). Ich mag den Ärmel irgendwie. Ich habe die Falten nicht zugenäht. Und ein Schulterpolster werde ich auch nicht einnähen. Ich mag es lieber, wenn die Falten etwas rund in sich zusammensacken und diesen eigentlich eckigen „Ärmelmonstern“ etwas die Strenge nehmen.

So, jetzt muss ich mich aber sputen, damit ich morgen zum Finale ein fertiges Kleid zeigen kann. Der zweite Ärmel muss noch eingesetzt werden und dann nur noch säumen.

IMG_0928Wie es kurz vor fertig bei den anderen Mitstreiterinnen aussieht, ist hier zu lesen.

WKSA #4: Aufholjagd mit Hindernissen

Die Zeit rennt und ich gebe mir alle Mühe, mein geplantes Weihnachtskleid dem Zustand der Vollendung entgegenzubringen. Eigentlich hatte ich mir ja rund ums Nikolauswochenende Urlaub genommen, um ein wenig oder mehr in Weihnahtsstimmung zu kommen – und mein Weihnachtskleid weiter zu nähen. Nur: die doofen Erkältungsviren lassen mich nicht, so dass ich die Hälfte meiner Urlaubstage wieder krank geschrieben wurde.

Nun gut, was tut man nicht alles für ein Weihnachtskleid? Zum Beispiel Weihnachtsmärkte und Plätzchenbackorgien links liegen zu lassen, um in Zeiten ohne Kopfschmerzen und Fieber Schnittmuster zusammen zu kleben, Stoff zuzuschneiden und die ersten Nähte zu machen. Nix desto trotz hinke ich dem Zeitplan hoffnungslos hinterher. Aber, ich glaube, ich befinde mich in guter Gesellschaft…

Also, wie auf den Klebefotos zu sehen ist: es wird das Burda „Puffärmelkleid“… Dieses Mal habe ich auch die Einzelteile erst in Reihen zusammengeklebt und dann die Streifen jeweils aneinander. Sehr zu empfehlen diese Methode. Mein erstes PDF-Muster habe ich damals wirklich Stück für Stück zusammengestückelt, was ewig gedauert hat.Schnittmuster_kleben

Nahtzugaben ausmessen und drumherum malen gehört nach wie vor nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Es ist soooo mühsam und so langweilig! Genauso das Übertragen der Linien auf den Stoff – wobei dabei wenigstens noch die Herausforderung besteht, möglichst stoffsparend zu arbeiten und auch wirklich alle Schnitteile unterzubringen. Mein Jacquard-Stoff ist längselastisch (!!!), was dazu führte, dass ich entgegen der eingezeichneten Verlaufslinien zuschneiden musste.
Dann gibt es noch „Mini-Passenteile“ die oben wie unten gleich aussehen. Anfängerin, die ich bin, habe ich mir fleißig die Nahtzahlen schön mit Gelstift aufgemalt… ist ja innen – sieht ja keiner! Ach ja, die Armausschnittkanten wie auch die Ausschnittkannten selbst sollten mit diesem fisseligen Vlieseline-Fomband bebügelt werden… Habe ich dieses Mal brav gemacht:

Arbeitsschritte

Das Zusammennähen gestaltete sich zunächst sehr anfängerfreundlich. Experimentierfreudig wie ich bin, habe ich auch gleich eine „bombensichere“ Abnäher-Zusammenraff-Methode ausprobiert, die ich auf einem Pinterest Board gefunden habe: mit Heftfaden werden die Kanten des Anähers in großen Abständen parallel „bestickt“ und dann am Faden gezogen. Hat man alles richtig gemacht, kommen die Kanten genau aufeinander zu liegen. Ich habe es natürlich erstmal verkehrt herum gemacht und der Abnäher legte sich brav nach außen… Grrrrmpf! Noch mal richtig rum probiert (die parallelen Stiche müssen auf der rechten Stoffseite zu sehen sein), nur um dann in der Anleitung zu sehen, dass die Abnäher zusammen mit dem angenähten Taillen-Passenteil zusammengenäht werden. Tchja – Anfängerin, ich – eben… (aus Schaden wird man klug – mit Nahttrenner alles wieder getrennt und dann laut Anleitung genäht).

Abnaeher

Doch nun zu „Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle!“ Wie man auf der technischen Zeichung  gut sehen kann (die ist weiter unten zu sehen), gehen die Rockabnäher in die „Prinzessinennähte“ (oder wie das jetzt heißt) der Oberteile über. Also müssen diese Nähte im Rockteil und Oberteil beim Zusammennähen genau aufeinander liegen. Bei der AnNäherung im Januar in Bielefeld hatte ich Augen und Ohren aufgesperrt und so den Tipp des Aufeinanderheftens der Nähte mittels Heftfaden aufgeschnappt. Auch flugs umgesetzt – und es klappte nicht! Dreimal probiert, dreimal wieder aufgetrennt und dann den Ehrgeiz verloren. Nun lebe ich halt damit, dass eine Naht etwas versetzt ist. Die anderen sind aber ok.

Nahtlinien

Ansonsten hält mein Erstaunen darüber an, dass man konvexe und konkave Schnittlinien aneinander nähen kann. Wie auch schon beim Sofamantel halte ich die Schnittteile aneinander und denke „Das kann nicht klappen!“ Klappt aber irgendwie doch. Wenn man es mit ca. einer Million Stecknadeln sichert (s.u.).

IMG_0900

Und: Irgendwie werde ich im Gegensatz zu meinem früheren Nähprojekten immer pingeliger. Bei einer Naht im oberen Rückenteil habe ich erst eine Falte, dann einen Versatz reingenäht. Nicht schön. Also jedes Mal wieder aufgetrennt und noch mal genäht.

Mein Fortschritt an diesem Wochenende also: Vorderteil und Rückenteil komplett genäht. Und weil ich so hibbelig war und wissen wollte, ob ich denn reinpasse oder ich mir wohlmöglich den nicht vorhandenen Busen unters Kinn binden muss, habe ich die Schulter- und Seitennähte mit hellem Garn und größter Sticheinstellung vorhin noch  schnell zusammengehumst und bin vor den Spiegel… (ähm, ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass da eigentlich noch ein Reißverschluss seitlich reingehört. Aufgrund des super-stretchigen Jacquards konnte ich aber so reinschlüpfen…) Und: jaahaa – es legt sich schmeichelnd um Taille und Kiste (der ich etwas zu viel Stoff zugedacht habe, aber das kann man ja noch beheben) und obenrum fehlt mir das, was ich untenrum zu viel habe.

Damit wäre ich bei diesem Thema hier: „Uah, es passt nicht, das muss ich ändern!“: Es ist mir jeweils unter den Armen irgendwie zu weit, was an meiner fehlenden Oberweite liegt. Nun gut, Weihnachten könnte ich mir ja mal einen „push up“ gönnen, damit wäre es nicht soo gravierend. Aber etwas unsicher bin ich schon, ob ich seitlich unter den Armausschnitten etwas Stoff wegnehmen sollte. Der Stoff ist ansonsten seeeehr schön stretchig, so dass ich an den Feiertagen sicherlich nicht unter Platzproblemen leiden sollte. Hm, erstmal fertig nähen? Oder doch in der Weite was wegnehmen? Hat jemand einen Rat für mich?

Kleidprobe_ProblemeDa es heute Abend ja schon etwas spät wurde, hier der Stand der Dinge auf dunklen Fotos an der Tür hängend (auf den Fotos sieht das Kleid ehrlich gruselig aus – angezogen aber zum Glück nicht!): 🙂

VorguckerNoch zu tun: Reißverschluss-rein-oder-nicht-Frage klären (ich komm ohne Probleme so rein…), die Puffärmel nähen und einsetzen und dann war da noch so etwas wie Futter…

Wie es bei den anderen Sew-Alongistas aussieht, werde ich gleich mal hier gucken gehen.

WKSA #3 – total verpeilt

Irgendwie will das nicht so richtig mit dem Weihnachtskleid und mir…

Ich habe gewaschenen Stoff,
ich habe Schnitte,
ich habe sogar endlich (!!!) den Drucker unter Windoof 8 wieder zum Laufen gebracht und
ich habe damit sogar das Burda Puffärmelkleid ausdrucken können…

WKSA

Bloß…

…ich habe ungebetenerweise auch Erkältung. 😦

Die legt mich seit knapp 2 Wochen leider lahm, mit Halsschmerzen, Schnupfen und beginnendem Husten. Mit dem Rad zur Arbeit und zurück schaffe ich es noch meistens, aber dann ist der Ofen aus und ich häng‘ nur noch schlapp auf dem Sofa ab.

(Jammeritis habe ich auch, wie es scheint…)

Allerdings habe ich auch 2 Tage Urlaub ums Nikolauswochenende genommen und dann könnte das ja vielleicht noch was mit uns werden, mit dem Weihnachtskleid und mir. Mal gucken, ob ich bis dahin wieder fit bin und mir Plätzchenbackorgien und Weihnachtsmarktbesuche noch Zeit zum Nähen lassen.

Bis dahin spül‘ ich fleißig mit Ingwertee, gurgele mit Salbei und denke mir „Ich bin in Stimmung, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid / Plätzchenessen ist doch irgendwie auch Nähen, oder?“ In der Zwischenzeit gehe ich mal hier gucken, wie es denn so bei den anderen mit der Weihnachtskleidaktivität aussieht.

Weihnachtskleid Sew Along #2 – Stoffmuster

Meine Stoffmuster sind eingetrudelt. Ausgewählt und bestellt habe ich sie hier – bedingt durch einen Gutschein, den ich noch hatte. Die Wahl fällt mir nicht leicht. Dem festlichen Anlass gemäß bewege ich mich in dunklen bis weinroten Rottönen:

Stoffmuster_nah

Der einzige Stoff, der Stretch-Qualität aufweist, ist der Jacquard-Stoff oben rechts und wäre damit für das Burda-Kleid prädestiniert. Wenn dieses denn in seiner PDF-Form nicht noch im Computer/Drucker-Kommunikationsproblem feststecken würde.

Sonst sind nur Webstoffe dabei und alle so mitteldünn. Durchsichtig ist zum Glück keiner. Recht gut gefällt mir noch der Streifenstoff oben links. Der könnte vielleicht ganz gut zum Butterick-Schnitt passen. Außerdem dabei: 2 Baumwollwebstoffe in unterschiedlicher Qualität (fein und etwas rustikaler) sowie ein dunkelroter Feincord, der 1-A-Fusselqualität besitzt, wie sich jetzt bereits zeigt.

Noch bin ich unentschlossen. Ich muss mal mit dem Computer reden. Und mit dem Drucker. Wird sowieso Zeit, dass ich zwischen den beiden vermittle…

———————–

Kleiner Nachtrag: ich glaube, meine Vermittlungsbemühungen mittels USB-Kabel waren erfolgreich!

🙂